Rückblick Trainingswoche 9 für den 100km-Lauf von Biel, 30.10. – 05.11.2017

Leistung 1 und 60km Rennen standen auf dem Plan und nach einer Einheit Alternativsport am Mo (ich war 45min auf Rollerblades in Aarau unterwegs und hab Flyer verteilt) zog ich dann am Dienstag um die Mittagszeit bei strahlendem Sonnenschein sehr motiviert los, die ersten Laufkilometer zu absolvieren. Nach nur 1km musste ich aber kapitulieren, der Husten war einfach zu schlimm. Trotz Codein-Tropfen ging gar nichts mehr, die trockene kalte Luft war halt auch das absolute Reizklima. An der Stelle beschloss ich erschüttert von dem Erlebnis (ich hatte mich vor Husten übergeben müssen), dass meine Gesundheit wichtiger war als irgendwelche Wochenkilometer und änderte mein persönliches Wochenziel in „nichts machen, was mich wieder kränker macht“ (z.B. bei starkem Husten rennen). Am Nachmittag kompensierte ich die Laufpleite vom Mittag dann noch mit einer Einheit Krafttraining und war dann doch noch sehr zufrieden mit mir.
Am Mittwoch hatte ich dann einen Geistesblitz, der das Lauftraining wieder möglich machte: wir besassen ja einen Crosstrainer! Es ist zwar nicht ganz der gleiche Bewegungsablauf wie beim Rennen ohne Hilfsmittel, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen und so absolvierte ich Mi und Do insgesamt 21km laufend auf dem Crosstrainer (Mi: 10km Intervallprogramm, Do 11km Stufe 6) und war danach deutlich mehr ausser Atem und durchgeschwitzt als nach einer Laufeinheit. Es war also sicher gut zum Aufbau von Kondition. Am Freitag war es dann recht warm und ich traute mich bei 14 Grad wieder hinaus. Als meine „normale“ Aarerunde gut funktionierte, rannte ich noch zusätzlich 6.5 km (+ 1 Runde zwischen 2 Aarebrücken). Da ich kein Trinken deponiert hatte und es leider auf der Strecke keinen Brunnen gibt, beliess ich es dann bei diesen langsamen 15.6 km (Pace 6:41min), obwohl ich noch fit für eine dritte Runde gewesen wäre. Nach der ersten Stunde war der Husten praktisch weg und mir gings gut.
Samstag blieben dann wegen zwei Jobs (Ballonverkauf und zwischendurch ein Kinderanimationsauftrag) nur 3h Freizeit. Die wollte ich dann aber mit meiner Familie und nicht allein rennend im Wald verbringen, schliesslich war ich ja dann abends schon wieder alleine weg (Karaoke !).
Also blieb nur noch der Sonntag, um die fehlenden 22km zu laufen. Der Wetterbericht prophezeite eine regenfreie Zeit ab 15 Uhr und die hab ich dann auch genutzt: 22km mit einer Pace von 6:13min. Ich hab das Wochenziel von 60km also knapp erreicht und freu mich gerade nur noch. War nicht einfach, weil der Husten doch immernoch behindert. Aber ich bin wieder soweit hergestellt, dass ich ohne Anstrengung unter Pace 6:30min längere Strecken schaffe und bin im Hinblick aufs weitere Training und den Marathon beim Frauenfelder (Ende von Wo 11) gerade sehr optimistisch.

Rückblick Trainingswoche 8 für den 100km-Lauf von Biel, 23.10. – 29.10.2017

Diese Woche wollte ich nach dem ganzen Kranksein endlich wieder Kondition aufbauen hatte aber zugleich Angst vor einem erneuten Rückfall durch Überanstrengung. Um den zu verhindern, wollte ich nicht zu früh mit dem Training beginnen und wenn dann sehr langsam laufen.
Montag hing ich jedenfalls rum wie ein (hustender) Schluck Wasser, das Thermometer zeigte immernoch 37.8 Grad und an Sport war gar nicht zu denken. Dienstag war immerhin der Kopf klar aber ich war sehr schwach. Valentin riet mir zu Krafttraining und das hab ich gemacht und es war wohl genau das Richtige ☺
Dann war es plötzlich schon Mittwoch, wieder nicht geschlafen vor Husten -whatever- es ging mir trotzdem ja viel besser als Montag und ich wollte dringend was tun. Also erstmal ganz langsam am Vormittag 4 km versucht. Meine Güte war ich schwach. Pace schon fast bei 8min und ganz viele Hustenanfälle. Nachmittag dann das Gleiche nochmal und es ging schon etwas besser. So hab ich mich Do getraut, die 9km-Strecke im Schneckentempo zu absolvieren. Ging ganz gut, der Hustenanfall kam erst (dafür sehr heftig) am Schluss als ich stehengeblieben bin, ich hatte aber zum Glück (weil ich das ja am Mi schon 2mal erlebt hab) Codein eingepackt und so war nach 2 Minuten alles gut. Es war also Donnerstag und ich hatte es irgendwie doch schon auf 18 km gebracht. Das Wochenziel 50km war nicht unerreichbar. Da mir klar war, dass der Samstag wegfällt (13h Arbeitstag), der Weg zum Ziel war also ein 1h-Lauf und ein Longrun verteilt auf Freitag und Sonntag. Ich schiebe schwierige Sachen nicht gerne auf, deshalb nahm ich mir für Fr einen 22km-Lauf vor (3 facher Loop zwischen den Aarebrücken Rupperswil und Biberstein). Ich hatte durch den Husten dann aber eine so schlimme Nacht, dass ich meine Pläne etwas zurückschraubte. Die Lösung 10km Fr und am So der Longrun würde ja auch zum Ziel führen. Mittag sahs nach Regen aus aber ich war motiviert und ein bischen Regen ist ok, was solls. Also bin ich losgerannt. 2 min später ging ein Wolkenbruch los, alles an mir war quietschnass und das bei 8 Grad. Hier siegte jetzt mal die Vernunft, ich bin nach einem halben Kilometer umgekehrt und zu Hause sofort deprimiert und hustend (den Spott meiner Familie musste ich auch noch anhören) unter die heisse Dusche. An der Stelle hatte ich eigentlich aufgehört zu glauben, dass ich das Wochenziel noch irgendwie erreichen kann.
Aber dann gabs den totalen Wetterumschwung. 2h später wars sonnig, trocken und viel wärmer.
Ich hab mich also nochmal aufgerappelt. Ergebnis: langsame aber konstante 10km, fast kein Husten, es ging eindeutig besser! Die fehlenden 21km wollte ich am So Vormittag schaffen. Also So 6 Uhr kurz aufgestanden und Müsli gegessen, dann noch 2h geschlafen und so gut gestärkt losgerannt mit einer Flasche Rivella dabei (die hab ich bei der Aarebrücke Auenstein deponiert). Die erste Runde war ganz schrecklich, mehrmals wollte ich aufgeben. Bei km 4 fings an, mit Nachdruck zu regnen. Das bei 8 Grad war sehr unangenehm und die ersten Kilometer schleppte ich mich ja ohnehin nur von einem Hustenanfall zum nächsten. Es wurde aber besser. Der Regen war bald nicht mehr so schlimm und es ging auf Mittag zu und wurde ein paar Grad wärmer. Jedenfalls hab ich trotz aller Widrigkeiten 22 km abgespuhlt und damit das Wochenpensum in Punkto Laufen erfüllt. Ich bin mit Woche 8 deshalb sehr zufrieden und hab enormen Respekt vor den Wochenkilometern der nächsten Zeit bekommen. Das wird nicht einfach. Aber ich bin optimistisch und hab das Gefühl, wieder auf Kurs zu sein.

Rückblick Trainingswoche 7 für den 100km-Lauf von Biel, 16.10. – 22.10.2017

Am Montag war das Fieber weg und ich hatte leichten Husten, fühlte mich aber grundsätzlich wieder gesund.
Also erst 2h unseren Rasen gemäht (wir haben viel Rasen)
und dann 9km locker gerannt, den letzten Kilometer schnell (Pace 5.06). Eine riesen Dummheit, die mir bis Ende der Woche direkt einen Rückfall mit starkem Husten und Fieber einbrachte. Heute am Sonntag ist die Grippe endlich am Abklingen.
Zumindest hab ich diese Woche gelernt, wie wichtig es ist, bei Krankheiten, Verletzungen etc. Geduld zu haben. Trainingsmässig bin ich leider gerade ganz tief unten und hoffe, ab jetzt wird alles besser.

Rückblick Trainingswoche 6 für den 100km-Lauf von Biel, 09.10. – 15.10.2017

Am Sonntag bei der Fahrt (als Kursleiter) ins Zürcher Sportferienlager Fiesch war ich noch voller Tatendrang,
ein simpler Grippevirus machte dann aber alle meine sportlichen Vorhaben zunichte. Ich musste krankheitsbedingt dann sogar das Lager am Mittwoch schon verlassen. Freitag ging es mir besser und ich spielte ernsthaft mit dem Gedanken, beim Hallwilerseelauf ab km 16 einzusteigen und mit Valentin zusammen noch die letzten Kilometer bis zum Ziel zu absolvieren. Ein kleiner Testlauf am Freitag zeigte mir aber, wie schwach ich noch war, nach 2 etwas schnelleren km war ich völlig erschöpft und brach ab und abends war dann auch prompt das Fieber wieder da. So siegte zum Glück die Vernunft und ich fuhr dann wirklich nur zum Anfeuern nach Beinwil. Dafür gehts mir aber heute am Sonntag bis auf etwas Husten wirklich wieder gut und die Grippe scheint überstanden zu sein.
Ausser dem 2.5 km Testlauf am Sa bin ich am Dienstag in Fiesch trotz Grippe aus purer Verzweiflung 4.5 km langsam gejoggt. Grund war ein eingeklemmter Ischias-Nerv. bestimmte Bewegungen vor allem sich bücken, waren seit Montag Mittag mit extremen Schmerzen verbunden, Laufen funktionierte aber ohne Probleme. Ich hab dann halt gehofft, dass ein langsamer Lauf irgendwie alles lockert und Besserung bringt und das hat absolut funktioniert. Ich konnte mich also bereits wieder fast problemlos bewegen, als ich am Dienstagabend zum wegen der Schmerzen gebuchten Sportmassagetermin ging.
Heute am Sonntag spür ich vom eingeklemmten Nerv gar nichts mehr.
Wenn die Woche sportlich auch nicht viel hergab (nur 7km gelaufen), so bin ich also doch wenigstens gesund geworden und kann ab morgen hoffentlich wieder loslegen.

Rückblick Trainingswoche 5 für den 100km-Lauf von Biel, 02.10. – 08.10.2017

Nach dem Pfäffikerseelauf (01.10.) stand der Montag im Zeichen der Regeneration, also keine Laufeinheit.
Dafür hatte ich die gute Idee, am Nachmittag zusammen mit meinen beiden Kindern (es war ihr erster Ferientag) das Schwimmbad Brugg unsicher zu machen.
So hatten die zwei Spass und ich Gelegenheit zu 40min Brustschwimmen, was sehr gut getan hat.
Als ich am nächsten Morgen noch nicht wirklich bereit für den Tag war (die Nacht war sehr kurz…) meldete mein Handy schon sportliche Hochleistungen vom Valentin.
Ok Müdigkeit vergessen und statt nochmal aufs Ohr hauen, die Laufklamotten angezogen und einfach mal bei Nieselregen angefangen, alle Steigungen im Umkreis hochzurennen, die ich finden konnte.
Ja, ich wollte den Fokus diese Woche auf das Bergauflaufen legen. Schon nach kurzem Lauf war ich völlig wach und einfach nurnoch damit beschäftigt, diese persönliche Challenge zu schaffen.
Es ging nicht gerade flott vorwärts aber stetig. Oben hatte ich dann eine tolle Aussicht und konnte es richtig geniessen. Nach ca. 7km wurde aus dem leichten Regen dann aber ein heftiger Wolkenbruch, der die nächste Viertelstunde nicht nachliess. Nach insgesamt 9km
Lauf wieder daheim angekommen, war ich jedenfalls klatschnass aber stolz, es trotz Müdigkeit und Regen durchgezogen zu haben.
Am Abend gings dann früher ins Bett, kurz vorm Schlafen noch den Rest Spaghetti vom Mittag verdrückt und dann den Wecker auf 5 Uhr gestellt für einen morgendlichen Longrun.
Das Wetter meinte es am Mittwochmorgen zum Glück gut und ich lief die 16km mit ruhigem Puls und einer durchschnittlichen Pace von 5:54min.
Und ich hab das erste Mal beim Laufen an den Fingern gefroren und mir dann noch am gleichen Tag (der SportXX hatte 75% Rabatt) eine lange Laufhose und Handschuhe zugelegt.
Der Donnerstag kam und liess leider keine Zeit für Sport: Aufstehen 5:30 Uhr dann direkt mit meinem Sohn nach Bern zu einem frühmorgentlichen Termin bei der Passstelle, zu Hause Essen gekocht und direkt danach schon die Sachen gepackt für eine Veranstaltung am Abend (ich war der Veranstalter). In der Nacht dann durch eben diese Veranstaltung erst 3 Uhr ins Bett gekommen.
5 Uhr bin ich wieder aufgestanden, um rechtzeitig über Winterthur den Vollmond untergehen zu sehen (Geocacher-Event) und statt Frühstück direkt einen Energy genommen. Dieser Lebenswandel ging nicht spurlos an mir vorbei: der Freitag war gelaufen, bis Abends war ich übermüdet und hatte Magenkrämpfe. An Kraftsport oder eine Laufeinheit war nicht zu denken.
Samstag ging es mir dann aber besser und ich fand neben dem Alltagswahnsinn eine Stunde Zeit für eine Laufeinheit über 8km. Diesmal gings richtig nach oben (336 Höhenmeter), wär ich nicht einmal falsch abgebogen, hätt ich auf der Spitze der Gislisflueh gestanden (das nächste Mal…).
Heute am Sonntag startete ich dann (wieder nur 3,5h Schlaf, verdammt viele Partys diese Woche…) als Assistenz-Trainerin ins Sportlager Fiesch. Nach stundenlanger Fahrt holt mich gerade der Schlafmangel der letzten Woche ein und ich hab beschlossen, heute nicht mehr zu Laufen und es bei den 33km zu belassen. Leider hab ich das Wochenziel (40km) also nicht geschafft und auch kein Krafttraining gemacht. Mit den 3 Laufeinheiten der Woche bin ich aber zufrieden und nächste Woche wird es weniger Partys und mehr Nachtschlaf geben und sicher alles besser laufen.

Rückblick Trainingswoche 4 für den 100km-Lauf von Biel, 25.09. – 01.10.2017

Diese Woche galt es also wieder neu Anlauf zu nehmen in die nächste Leistungsphase, Wochenziel
30km moderates Laufen und zusätzlich mindestens eine Einheit Krafttraining und alternativen Sport.
Angesichts meiner allmonatlichen japanischen Grippe (vor allem Frauen leiden darunter) war ich mir sicher, dass es zumindest Anfang der Woche eh nur langsam gehen würde.
Valentin hat mich dann aber (ach da war doch noch was) daran erinnert, dass ja wieder ein Lauf anstand. Ja nun…
Also hab ich beim 9km-Lauf am Montag die ersten 3 Km direkt Japan gewidmet (alle unter Pace 5:10min) und bin insgesamt so schnell wie nie gelaufen (Pace 5:18min). Die Woche ging ja gut los!
Vor allem machte mich glücklich, dass wenn ich mental stark bin, ich dieses körperliche Problem ausblenden kann! Wichtige Erkenntnis irgendwie…

Dienstag verbrachte ich den ganzen Tag mehrheitlich das Wochenende und eine Veranstaltung vorbereitend an Computer und Telefon und weil ich nebenher noch meine Kinder durch die Gegend fahren und einkaufen musste, blieb nicht viel Zeit für Sport.
Aber am späten Nachmittag bin ich dann einfach nochmal 4km langsam Inlineskates an der Aare gefahren. Ich bin noch ziemlich unsicher unterwegs und es lagen öfters Laub und Zweige auf dem Weg… Hat richtig Spass gemacht und ich hatte danach den Kopf frei fürs abendliche Improtheater-Training.

Für Mittwoch hatte ich mir dann die nächsten 9km des Wochenlauf-Pensums vorgenommen und nach dem schnellen Ritt vom Montag wollte ich es wirklich gemütlich angehen lassen.
Keine Ahnung warum, ich hab mit 5:11 min nicht wirklich gemütlich angefangen und dann war mir nach Schnelligkeit und zu schauen, wie lang ich das durchhalte. Resultat: 4km mit Pace 5:06.
Nach kurzer Pause dann einen 5km Steigerungslauf zurück gemacht einfach um zu sehen, was noch geht: Auch nicht schlecht, erster Kilometer 5:54min, letzter Kilometer nach stetiger Steigerung 4:56
Yeah wow und das alles mit japanischen Problemen, ich war zufrieden.
Valentin hatte was von Ende Woche kürzer treten erzählt, also hab ich dann Donnerstag noch eine Einheit 25min Krafttraining absolviert und dann die nächsten 2 Tage ganz sportlos verbracht (Sa wär aber auch neben Ballonverkauf, Essen kochen und einem Auftrag keine Zeit geblieben), am Freitag hat mich ein anderes Hobby
stundenlang in seinen Bann gezogen. Muss auch mal sein.

Ja und dann startete ich am Sonntag ganz ohne Monatsbeschwerden beim Pfäffikersee-Lauf, konnte das, was ich kann aber nicht abrufen, weil ich Dubbel einfach im Vorfeld wieder zu wenig gegessen hatte. Die Quittung kam prompt: nach 3 (recht schnellen) km wurd mir übel und dann hab ich mich mehr oder weniger bis ans Ziel gequält und wurd von gefühlt hunderten Leuten überholt
Ich war sicher, dass das grottenschlecht war und war dann doch noch positiv überrascht von der durchschnittlichen Pace von 5:29min auf die 12,2km. Naja wieder was dazugelernt, ich muss vor Läufen wirklich wirklich wirklich (keine Ausreden mehr) genügenden essen.

Mein Fazit für die gesamte Woche ist aber positiv, ich hab das Pensum geschafft und sogar teilweise schon im Leistungsmodus. Freu mich, das nächste Woche auszubauen!

Rückblick Trainingswoche 3 für den 100km-Lauf von Biel, 18. – 24.09.2017

Irgendwie hatten mich die letzten Kilometer vom Greifenseelauf doch recht mitgenommen, der Muskelkater war am Montag noch nicht ganz weg und ich glücklich zur Kenntnis, dass die Regenerationswoche begonnen hatte. Also zurückschrauben und eher mal was anderes machen als Laufen und wenn Laufen, dann gemütlich. In dem Sinne hab ich Montag das Umtauschen von 5 Heliumflaschen (Krafttraining?) mit einer Schwimmeinheit in einer leider überfüllten Schwimmhalle verbunden. War gar nicht so einfach, da 1000m im Wasser zurückzulegen…
Der Dienstag begann dann mit einem gemütlichen 9km-Lauf am Morgen. Ich wollte mal feststellen, wie langsam ich maximal laufen kann, ohne dass mir langweilig wird. Die Grenze scheint auf ebener Strecke bei 6:40min/km zu liegen. Der Puls ist kein Stück hoch gegangen und nach dem Lauf wusste ich nicht so recht, ob ich jetzt duschen sollte oder nicht . Ich fühlte mich wirklich sehr regeneriert.
Da Motorsport hier nicht zählt (ich sass 7 Stunden hinterm Steuer) kann ich über den Mittwoch nichts sportliches berichten ausser dass ich in Bruchsal an einem Negativ-Beispiel gelernt habe, wie wichtig es ist, Sport zu treiben. Donnerstag bin ich von dieser Lektion dann wieder nach Hause gefahren, musste zu einem Meeting im Flösserplatz und hatte den Kopf voll Sachen, die ich unbedingt bis Sa erledigen musste und war gerade am Abarbeiten all dieser Dinge und mitten in einem Einkaufszentrum, als mein Handy mit einem Vibrieren „Valentin ist live “ vermeldete. Eijeijei wie geil, die Tour sah länger aus, sollte ich auch machen! Ich erstmal in regelmässigen Abständen alle Buttons gedrückt die gingen (der Migros hatte Spass) und beschlossen, ok es ist erst 17 Uhr, das mach ich heute auch noch! Zwar hab ich wieder nicht hingekriegt auch live zu sein beim Laufen (keine Ahnung wie das geht ) aber ich hab (Valentin war ja noch unterwegs), bereits laufend fröhlich weiter gehupt und Laola-Wellen rausgeschickt. Diesmal mit dem Tempo so bei 6:20min und insgesamt 16km. Danach war ich sehr glücklich, am Donnerstag doch noch etwas gemacht zu haben und fühlte mich einfach gut. Mit dem Bewusstsein, dass das der letzte Sport der Woche ist, hab ich am Fr abends dann noch 25min Krafttraining absolviert und festgestellt, dass mir der Seitstütz sehr schwer fällt. Es folgte ein unglaublich arbeitssamer Samstag (9h Kinderschminken im Zoo Zürich und danach den Ballonverkauf abräumen) gefolgt von einem privaten Auftrag am So nach dem ich einfach ins Bett fiel und mich irgendwie gar nicht mehr regeneriert fühlte…
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich diese Woche gern mehr Alternativsport gemacht hätte, aber das neben dem normalen Alltagswahnsinn irgendwie untergegangen ist. Insgesamt bin ich mit dem, was ich gemacht habe aber zufrieden und hab das Gefühl, alles ist im grünen Bereich und ich bin regeneriert genug um neue Herausforderungen anzunehmen.

Rückblick Trainingswoche 2 für den 100km-Lauf von Biel, 11. – 17.09.2017

Die Woche begann für mich mit dem festen Vorsatz, in Vorbereitung auf den Greifenseelauf am Sa Anfang Woche über 20km zu laufen und zugleich mit der Einsicht, dass der geplante 15km Nüchternlauf mit Zeitfokus am Mo Morgen noch nicht möglich war, da ich am Sonntag viel zu wenig gegessen hatte. Also war ich dann doch mal vernünftig und beschloss, lieber Punkte des Trainingsplans bewusst anzugehen, die ich in der letzten Woche vernachlässigt hatte: das Krafttraining und das Training in einer Alternativsportart.
Bei ersterem war ich nach einer 8min Plankingeinheit dann 10min erstmal damit beschäftigt, auf diversen Laufwebseiten Kraftübungen zu finden, die mich irgendwie forderten. Es sollte ja auch anstrengend sein. Sehr gut gefallen hat mir z. B. der tiefe Ausfallschritt nach vorn mit gesprungenem Wechsel.
Auf diese Weise absolvierte ich insgesamt 20min Kraftübungen während mein Mann schon drängelte, er hatte frei und wollte den Tag in der Aquarena Schinznach-Bad verbringen.
Das passte genau ins Programm, da man dort ja nicht nur toll in die Sauna sondern auch schwimmen gehen kann! Ja und das hab ich dann am Nachmittag auch getan: 40x 25m in 35min Brustschwimmen. Das ging ja sehr gut los! Ich freute mich schon auf die folgenden Tage und hab dann am Montagabend auch genug gegessen und den Wecker auf 5:30 Uhr gestellt für den geplanten 15km Nüchternlauf, den ich passend zur Leistungswoche so schnell wie möglich also am Di absolvieren wollte.
Mit der am nächsten Morgen im Dunkeln bei 14 Grad und Nieselregen erreichten durchschnittlichen Pace von 5.34 war ich dann auch voll und ganz zufrieden. Ich fand nach den ersten schnellen Kilometern ein Tempo, bei dem der Puls ruhig blieb und hatte am Ende noch Reserven für einen Schluss-Spurt.
Das Lauftraining setzte ich dann am Mittwochmorgen fort mit einem 9km Nüchternlauf und war so schnell wie nie auf dieser Strecke (durchschnittliche Pace 5.24). Den Rest der Woche wollte ich bis zum Halbmarathon nun kürzer treten.
Ich wurde dann anderweitig aktiv und bastelte am Mi inspiriert von einem Foto vom Valentin eine Blackroll nach (aus einem runden Stück Holz aus dem Baumarkt, das ich erst gründlich sauber gemacht und dann am nächsten Morgen mit Klebeband umwickelt hab). War ja klar, dass der Donnerstag dann im Zeichen des Blackroll-Trainings stand. Insgesamt absolvierte ich 35min Krafttraining (Planking/ Übungen mit der Blackroll/ Karatefusstritte) kombiniert mit Massage-Übungen.
Freitag kam mir dann nach einer 20min Krafteinheit am Morgen nachmittags in den Sinn, dass Inline-Skaten vermutlich auch ein tolles alternatives Training wär und ich hab auf dem Dachboden tatsächlich meine Skates samt Schonerset gefunden und bin nach 18 Jahren erstmals und noch sehr unsicher wieder damit gefahren (auf 1km ebenem Asphaltweg an der Aare immer hin und her, insgesamt 6km und 40min).
Von Montag bis Freitag hatte ich also geschafft, 24km recht flott zu rennen plus 75min Kraftübungen verteilt auf 3 Übungseinheiten plus 2 Einheiten in alternativen Sportarten. Ich hatte das Gefühl, Leistung gebracht zu haben, war aber auch ausgeruht genug für den Greifenseelauf am Samstag.
Der wurde für mich mit einer Zeit von 1h 57min und einer durchschnittlichen Pace von 5.32 ein voller Erfolg und am Sonntag hab ich dann Leistungswoche hin oder her nur noch meine Beine hochgelegt und mich nach den 45 Laufkilometern dieser verrückten Woche ausgeruht.
Womit ich noch sehr hadere ist, dass Valentin der Meinung ist, man müsste trainieren, langsam zu sein. Also so richtig langsam. Ich hab gerade mal mit Laufsport angefangen und war noch nie wirklich schnell und deshalb und wegen dem Halbmarathon hab ich den Focus bei der Leistung diese Woche auf die Schnelligkeit auf längeren Strecken gelegt bei möglichst ruhigen Puls und mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

Rückblick Trainingswoche 1 für den 100km-Lauf von Biel, 10.09.2017

Ich möchte auch in Biel die 100km laufen und habe das grosse Glück, jemanden zu kennen, der einen guten Plan dafür hat und hab mich da jetzt voll motiviert mit eingeklingt.
In Aufbauwoche 1 standen 20km locker laufen, eine Einheit in einer Alternativsportart und mindestens 2 Einheiten Krafttraining auf dem Plan. Da ich eine anstrengende Woche ohne viel Zeitfenster fürs Laufen vor mir hatte und mich aber auch für den Greifenseelauf (Halbmarathon) vorbereiten wollte, begann ich das Pensum Di 5 Uhr mit einem lockeren 15 km Nüchternlauf (das erste Mal mit Stirnlampe), was sehr gut funktioniert hat. Ich hatte am Ende noch Energie und konnte das Tempo steigern. Ein toller Start in den Tag. Mittwochmorgen hab ich dann knapp 10min Kraftübungen gemacht (Planking) was recht gut funktioniert hat. Das sollte ein Einstieg sein und ich nahm mir vor, die nächsten Tage dranzubleiben.
Der Donnerstag begann dann aber 6 Uhr früh mit heissem Kopf und Kopfschmerzen und der Angst krank zu werden, was wegen 2 Aufträgen und einem wichtigen Anlass einfach nicht ging. Damit mein Körper nicht vollständig in den krank-Modus wechselte, bin ich dann (wieder nüchtern) 8km gerannt, 4 km relativ zügig (Pace 5:26), dann nach kurzer Pause 4 km locker zurück. Das hat erstmal geholfen, mir gings gleich viel besser! Trotzdem hab ich am Donnerstag und Freitag nur Dank Paracetamol Leistung bringen können, an Krafttraining war nicht zu denken. Sa und So war ich wieder gesund aber es blieb kein Zeitfenster für Krafttraining oder Velofahren.
Fazit: ich bin in Woche 1 zwar mehr als 20km gelaufen aber alles andere kam leider zu kurz.