Dietiker Neujahrslauf 2019

Nach dem Neujahrsmarathon, bei dem ich durch die fehlende Vorbereitung „im roten Bereich“ unterwegs gewesen bin und nach 34 km wegen Kreislaufproblemen und Übelkeit abbrechen musste, hab ich noch ca. 1 Woche lang schwere Beine gehabt und an schnellere Laufeinheiten war erstmal nicht zu denken. Aber ich wollte den Dietiker Neujahrslauf unbedingt mal kennenlernen. Soviele Laufveranstaltungen gibts ja im Winter nicht und der nächste offizielle Lauf ist dann ja erst wieder der Kerzerslauf im März.

Die Tage vorm Wettkampf gings mir eigentlich ganz gut und ich versuchte, lauftechnisch in Form zu bleiben und ausreichend zu essen.

Montag bin ich langsam 9 km an der Aare langgejoggt, hab Dienstag eine 1h-Einheit auf dem Crosstrainer absolviert (draussen war das Wetter zu grusig zum Rennen) und Donnerstag gabs nochmal einen etwas längeren lockeren Lauf (17 km). Alles in regenerativem Tempo, weil ich so kurz vorm Lauf nicht wieder schwere Beine riskieren wollte. So war ich am Sa am Start in Dietikon zwar etwas müde aber gut trainiert und in super Verfassung.

Der Lauf war dann trotzdem viel Kopfarbeit, längere Zeit schnell zu sein ist halt auch echt anstrengend. Am Anfang war es durch die Enge des Massenstarts schwierig, Gas zu geben und ich konnt mich auch noch nicht so recht dazu motivieren. Die Motivation nahm während des Laufes eigentlich aber dann immer mehr zu, nach dem Hügel kommen 3 leichtere km flach oder bergab und es gibt schon Kraft, wenn man nach der halben Strecke weiss, das meiste hat man geschafft. Mir ist noch so aufgefallen, dass ich die Steigung zweimal nahezu problemlos hochkam, während andere bei der zweiten Runde am Anschlag waren. Weil ich Angst vor Überlastung und Übelkeit (hab da jetzt ja schon einige Male Bekanntschaft mit gemacht) hatte, teilte ich mir meine Kräfte ein und lief 9 km weniger schnell als möglich (Ausnahme: km 5 mit Pace 4:27 min). Ja und die letzten 3 km hab ich dann einen Endspurt hingelegt, auf den ich stolz bin: Pace 4.42min, 4:38min, 4:38min 🙃

Mit meiner Zeit (60:53 min, Pace 5:02) bin ich jedenfalls mehr als zufrieden. Das war mein zweitschnellster Lauf überhaupt (beim 10km Walliseller Lauf 2018 erreichte ich eine Pace von 5:00 min) und mein schnellster Lauf über 12km.