Rückblick Trainingswoche 2 für den 100km-Lauf von Biel, 11. – 17.09.2017

Die Woche begann für mich mit dem festen Vorsatz, in Vorbereitung auf den Greifenseelauf am Sa Anfang Woche über 20km zu laufen und zugleich mit der Einsicht, dass der geplante 15km Nüchternlauf mit Zeitfokus am Mo Morgen noch nicht möglich war, da ich am Sonntag viel zu wenig gegessen hatte. Also war ich dann doch mal vernünftig und beschloss, lieber Punkte des Trainingsplans bewusst anzugehen, die ich in der letzten Woche vernachlässigt hatte: das Krafttraining und das Training in einer Alternativsportart.
Bei ersterem war ich nach einer 8min Plankingeinheit dann 10min erstmal damit beschäftigt, auf diversen Laufwebseiten Kraftübungen zu finden, die mich irgendwie forderten. Es sollte ja auch anstrengend sein. Sehr gut gefallen hat mir z. B. der tiefe Ausfallschritt nach vorn mit gesprungenem Wechsel.
Auf diese Weise absolvierte ich insgesamt 20min Kraftübungen während mein Mann schon drängelte, er hatte frei und wollte den Tag in der Aquarena Schinznach-Bad verbringen.
Das passte genau ins Programm, da man dort ja nicht nur toll in die Sauna sondern auch schwimmen gehen kann! Ja und das hab ich dann am Nachmittag auch getan: 40x 25m in 35min Brustschwimmen. Das ging ja sehr gut los! Ich freute mich schon auf die folgenden Tage und hab dann am Montagabend auch genug gegessen und den Wecker auf 5:30 Uhr gestellt für den geplanten 15km Nüchternlauf, den ich passend zur Leistungswoche so schnell wie möglich also am Di absolvieren wollte.
Mit der am nächsten Morgen im Dunkeln bei 14 Grad und Nieselregen erreichten durchschnittlichen Pace von 5.34 war ich dann auch voll und ganz zufrieden. Ich fand nach den ersten schnellen Kilometern ein Tempo, bei dem der Puls ruhig blieb und hatte am Ende noch Reserven für einen Schluss-Spurt.
Das Lauftraining setzte ich dann am Mittwochmorgen fort mit einem 9km Nüchternlauf und war so schnell wie nie auf dieser Strecke (durchschnittliche Pace 5.24). Den Rest der Woche wollte ich bis zum Halbmarathon nun kürzer treten.
Ich wurde dann anderweitig aktiv und bastelte am Mi inspiriert von einem Foto vom Valentin eine Blackroll nach (aus einem runden Stück Holz aus dem Baumarkt, das ich erst gründlich sauber gemacht und dann am nächsten Morgen mit Klebeband umwickelt hab). War ja klar, dass der Donnerstag dann im Zeichen des Blackroll-Trainings stand. Insgesamt absolvierte ich 35min Krafttraining (Planking/ Übungen mit der Blackroll/ Karatefusstritte) kombiniert mit Massage-Übungen.
Freitag kam mir dann nach einer 20min Krafteinheit am Morgen nachmittags in den Sinn, dass Inline-Skaten vermutlich auch ein tolles alternatives Training wär und ich hab auf dem Dachboden tatsächlich meine Skates samt Schonerset gefunden und bin nach 18 Jahren erstmals und noch sehr unsicher wieder damit gefahren (auf 1km ebenem Asphaltweg an der Aare immer hin und her, insgesamt 6km und 40min).
Von Montag bis Freitag hatte ich also geschafft, 24km recht flott zu rennen plus 75min Kraftübungen verteilt auf 3 Übungseinheiten plus 2 Einheiten in alternativen Sportarten. Ich hatte das Gefühl, Leistung gebracht zu haben, war aber auch ausgeruht genug für den Greifenseelauf am Samstag.
Der wurde für mich mit einer Zeit von 1h 57min und einer durchschnittlichen Pace von 5.32 ein voller Erfolg und am Sonntag hab ich dann Leistungswoche hin oder her nur noch meine Beine hochgelegt und mich nach den 45 Laufkilometern dieser verrückten Woche ausgeruht.
Womit ich noch sehr hadere ist, dass Valentin der Meinung ist, man müsste trainieren, langsam zu sein. Also so richtig langsam. Ich hab gerade mal mit Laufsport angefangen und war noch nie wirklich schnell und deshalb und wegen dem Halbmarathon hab ich den Focus bei der Leistung diese Woche auf die Schnelligkeit auf längeren Strecken gelegt bei möglichst ruhigen Puls und mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.