Training für Biel 2018

27. Januar 2018: 60km Formtest

Die Idee, den Pfäffikersee mehrmals zu umrunden, hatte Valentin schon Anfang Dezember. Damals als unkomplizierte Alternative zum Lauf Jegenstorf-Biel gedacht, wurde daraus dann die erste Veranstaltung des Rikemer Lauftreffs: „Valentin und Conny laufen am 27.01.2018 sechsmal um den Pfäffikersee. Wer kommt mit?“ Was dann passierte, hat uns beide sehr überrascht und gefreut, es meldeten sich die nächsten Wochen nicht nur mehr als 100 Interessierte, die Veranstaltung hatte bis kurz vorm Termin auch ganze 13 Zusagen. Wir konnten also recht sicher damit rechnen, bei unserem Formtest Gesellschaft zu haben.

Auf den Lauf hab ich mich dann eigentlich nur durch konsequentes Nixtun vorbereitet, es gab in der Woche eine 13km Laufeinheit mit Höhenmetern am Dienstag (7x um den Weinberg), danach hab ich es auf mich zukommen lassen und einfach am Freitagabend genug Nudeln gegessen. Ab Donnerstag und besonders in der Nacht vorm Lauf hab ich dann viel gehustet. Nein, ich war mir am Samstag früh gar nicht mehr sicher, die 6 Seeumrundungen zu schaffen.

Aber dann kam alles gut! Die Hustentropfen wirkten und der Husten schien gänzlich verschwunden zu sein. Das Wetter war ideal (8 Grad, trocken, kein Wind) und das Laufen in der Gruppe angenehm und kurzweilig. Die ersten 20 Kilometer vergingen wie im Fluge, dann begannen die (bekannten) Verspannungen in Beinen und Bauch, bis Kilometer 30 hatte ich mich daran gewöhnt. Toll waren die mitgenommenen Datteln, ab Kilometer 20 trank ich auch regelmässig aus meinen Wasserflaschen. Es tat zwar weh, aber ich war guter Dinge. Nach 30 Kilometern waren wir dann noch zu viert und nach so 35 Kilometern kam ich in ein leichtes Tief. Die maximale Longjogg- Strecke der bisherigen Trainingseinheiten war für meinen Kopf irgendwie Anlass zu reklamieren. Jetzt könnte doch mal Schluss sein murrte irgendeine Stimme im Hintergrund. Eine andere Stimme machte diesen kleinen Mäkler aber platt: fast 2/3 geschafft, das Ziel war in greifbarer Nähe! Also immer weiter, noch 3 Datteln zwischendurch und das Tief ignorieren. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann nach 40km endlich wieder der Parkplatz und der Rikemer Lauftreff ääh Valentin empfing uns mit einem Verpflegungsposten im Autokofferraum (Cola, Gummibärli, Salzgebäck, Mandarinli). Das war einfach genial! Nur dauerte die Pause zu lange, 8 min sind verdammt lange wenn man völlig nassgeschwitzt mit schmerzenden Gliedern dasteht. Beim Laufen hab ich den Schmerz fast nicht mehr gespürt, sobald man steht, ist es grausam!

Sehr schmerzhaft war es dann, wieder in Bewegung zu kommen. Der erste Kilometer nach dieser Pause war der schlimmste des ganzen Laufes für mich! Aber es wurde besser und da mit Beatrice eine recht schnelle Läuferin zu uns gestossen war, die den Rest mitzog, ging es dann die nächsten 4km sogar recht flott vorwärts (Pace 6:10 – 6:30). Das Tempo konnte ich aber so nicht halten, deshalb beschloss ich ab km 45, nicht mehr overpaced zu laufen und versuchte nicht mehr, an der schnelleren Gruppe dranzubleiben. Das war die richtige Entscheidung gewesen, ich lief mit einer Pace knapp unter 7 und kam vom Zustand der beginnenden Erschöpfung durchs Overpacen direkt in ein Hoch, das (auch dank eines 2. Gels, das ich nach 50km zu mir nahm) anhielt bis km 60. Ich war nicht ausser Atem, hatte genug Energie und Lust mit meinem Laufpartner Stefan zu reden und hatte eine wichtige Erkenntnis: es wird ab einem bestimmten Punkt alles wieder besser, der Körper blökt ein bischen vor sich hin aber es tut beim Laufen fast nicht mehr weh. Die Aufnerksamkeit liess ab km 55 nach und manche Sachen (z.B. Kopf nach hinten drehen) gingen nicht mehr. Es gab nur noch den gleichmässigen Lauf. Der war machbar und gut. Nur nichts anderes machen. Immer weiter, das Ziel war ja schon so nah!

Auf der letzten Runde erlebte ich dann ein ausgeprägtes Hoch: ich hätte singen können, Stefan und ich waren in bester Laune, km 57 wurd ich etwas übermütig und Stefan musste mich bremsen (Pace 6:19 min). Ich lief nach 60km im Ziel ein mit dem Gefühl, es tut zwar alles weh aber Scheiss drauf, da geht noch was Das böse Erwachen kam dann nach dem Stehenbleiben.

AAAAUUUA.

Jede kleine Bewegung eine Tortur, Schwäche, Konzentrationsprobleme. Gleich Autofahren wär nicht gegangen. Zum Glück gab es eine Duschmöglichkeit plus Abendessen im Hauptsitz vom Rikemer Lauftreff

2h später gings mir jedenfalls wieder gut und heute Morgen zog es noch ein bischen in den Beinen. Aber das geht auch bald weg.

Was bleibt, ist die Gewissheit, dass ich in der Lage bin, 60km am Stück zu laufen und die zu haben, macht mich gerade sehr glücklich.

Halbzeit erreicht: noch 20 Wochen bis Biel (Rückblick 15.01. – 21.01.2018)

Regen, Schnee und viel Wind- das Wetter wurde unangenehm diese Woche. So wurde für mich vor allem der 35km Longrun (Auenstein-Villnachern-Aarau) am Donnerstag zu einem Testlauf, was ich imstande bin zu ertragen. Meine Läuferkleidung war nach 1h im Dauerregen völlig durchnässt, eine Windjacke wäre toll gewesen, besitze ich nur eben noch nicht, aber durch die Bewegung blieb es auch bei nur 4 Grad und Sturm erträglich. Hätte ich wirklich gefroren, hätte ich nach 16km, als ich nach dem Trip nach Villnachern an Auenstein vorbei kam, abbrechen können (ganz so verrückt bin ich nicht)- aber ich hatte nach dem Einwerfen von 5 Datteln das Gefühl, da geht noch was 😁. Zurück blieb nach all der Quälerei dann nur tiefe Zufriedenheit, den Kopf besiegt und gut durchgehalten zu haben und nicht mal ein Schnupfen. Wie oft hab ich als Kind gehört: „bloss nicht im Regen raus und kalt werden dann wirst Du krank!“. Klar- es ist eine Gratwanderung aber unglaublich, was wirklich geht.

Am Tag zuvor lief ich über den Vormittag schon 20km und 2 Tage zuvor 13km- ganz bewusst 3 Tage hintereinander Laufeinheiten. Ergebnis: Ich regeneriere schnell, den 20km-Lauf hatte ich am nächsten morgen „vergessen“. Keine schweren Beine.

Nach diesen Erfahrungen glaube ich fit zu sein für die 6 Runden um den Pfäffikersee nächste Woche und hab mir vorgenommen, am 3. März beim Crux Ultra  (ob 54 oder 28 km möchte ich erst kurz vorher entscheiden) mitzulaufen.

Rückblick Trainingswoche 19 für den 100km-Lauf von Biel, 08.01. – 14.01.2018

Da ich im Laufe der Woche wieder mit meinen periodisch auftretenden weiblichen Problemen rechnete und es am Montag trocken sein sollte, begann ich gleich mit voller Kraft und einem 31 km Longjog. Ich lag bei der Uphill-Challenge ja fast 500 Hm zurück, also ging es ganz klar in die Höhe und das gleich viermal. Sehr anstrengend, aber die Strecke über Gisliflue, Thalheimer Weinberg, Bözberg und dann hoch zur Linde von Linn war wunderschön und ich brachte es an einem einzigen Tag auf ganze 887 Hm.

Linde von Linn

Bei diesem Lauf habe ich zwischendurch ca. 10 Datteln gegessen und das hat gut gereicht. Nicht gereicht hat aber das im Beckengurt mitgenommene Wasser (660 ml) und leider habe ich nach der halben Strecke, als dann Bedarf zum Nachfüllen bestand, keine Brunnen mehr gesehen. Nach dem Longjog war ich jedenfalls recht k.o. und hatte bläuliche Fingernägel. Dank einem Teller Backkartoffeln mit Quark (hatte ich vorm Lauf für die ganze Familie vorgekocht) und ca. 1l Apfelschorle (ich war voll dehydriert) gings mir aber schnell besser.

Am Dienstag hab ich mir dann neue Laufschuhe gekauft (die alten hatten nach 1100 km ausgedient), da sie gerade besonders günstig waren gleich 2 Paar.

neue Schuhe – alte Schuhe

Wenigstens eines davon musste ich natürlich auch gleich zeitnah ausprobieren. Abends hatte ich Gelegenheit und mir war nach Höhenmetern, also gings mit Stirnlampe in den Auensteiner Wald bis zum Weinberg und dort hab ich dann 750m- Runden (immer 35m Steigung) gedreht. Nach 6 Runden bemerkte ich jedenfalls nicht weit entfernt ein grösseres Tier (wahrscheinlich ein Wildschwein) und brach die Übung dann etwas verschreckt lieber ab (geplant waren 10 Runden!). Aber trotzdem ganze 300 Hm mehr auf dem Konto – ich war zufrieden. Jetzt hatte ich mir doch wirklich für den Rest der Woche für die noch fehlenden 22km meine geliebten Aareläufe verdient. Mittwoch war mir nach einem Vormittag im Auto (Fahrt nach Zug zu einem Arzttermin mit meinem Sohn) aber erstmal nicht nach Laufen. Stattdessen hab ich am Nachmittag Stabilisations-und Kraftübungen gemacht, ist ja auch mal wichtig.

Weil das Wochenende wegen meiner Comedy-Ausbildung in Konstanz für den Laufsport nicht zur Verfügung stand, hatte ich also noch genau 2 Tage, um die fehlenden 22 Km zu absolvieren. Das hab ich dann Donnerstagvormittag (13km) und Freitagnachmittag (9 km) gut geschafft und konnte ohne Laufschuhe nach Konstanz fahren. Im Rahmen der Ausbildung gabs dann am Sa auch noch 1.5h Tanztraining- damit war das Wochenpensum wirklich perfekt. Mit der Woche bin ich insgesamt absolut zufrieden, alles erfüllt. Ich hab aber schon gespürt, dass das Training schon recht zeitintensiv ist und man die Woche gut planen muss, um alles unterzubringen.

Rückblick Trainingswoche 18 für den 100km-Lauf von Biel, 01.01. – 07.01.2018

Kurz nach dem Neujahrsmarathon-Erlebnis kam ich nur mit Mühe Treppen herunter (was wohl sehr lustig aussah), am ersten Tag des neuen Jahres konnte ich mich aber bis zum Nachmittag sehr gut regenerieren. Mittags halb 12 war ich komplett ausgeschlafen (6 Stunden) und als ich 15:30 Uhr zu einer Klinik-Karaoke-Veranstaltung abgefahren bin, war ich ohne dass ich etwas dafür gemacht hätte wieder völlig fit. Keine Muskel- oder Gelenkschmerzen, alles gut.
Diese Woche sollte laut Trainingsplan ja eine Regenerationswoche sein, also nur mit halbem Wochenpensum (immernoch 30km). Und Uphill-Challenge mit Valentin hin oder her, Regeneration bedeutet für mich nicht zwingend Berglaufen :))
Also bin ich Dienstagnachmittag locker an der Aare losgesäckelt und hab dabei sogar noch 2 Geocaches (so oft bin ich 2017 daran vorbeigerannt!) geloggt. Ging doch gut los die Woche und an der Aare langrennen ist voll easy. Mittwoch hats dann schlimm gestürmt und geregnet und das hab ich mir lieber von drinnen angeschaut und an meinem Laufblog gebastelt, aber meine Teenager fragten mich scheinheilig an, ob ich nicht Lust hätte, am Donnerstag in Basel (!!) Schlittschuh zu laufen. Missbrauch als Fahrdienst! (Sie wollten da Freunde treffen) Aber was solls, ich hatte wirklich Lust, mit ihnen etwas zu unternehmen und dann eben in Basel. Ja und so bin ich dann 40min lang in Basel im Regen 4,2 km auf dem Eis herumgesäckelt. Ende leider mit einem Sturz, ich bin doch ziemlich unsicher auf den Beinen und konnte einen abrupten Stopp (ein kleiner Hockeyspieler schoss mir seinen Puc direkt vor die Schuhe) dann nicht ausgleichen. Ist aber zum Glück nichts schlimmes passiert aber in dem Moment fing es auch richtig an zu schütten und ich hatte genug.

Freitagmorgen wurde mir dann bewusst, dass ich ja noch diese Woche eine Buchhaltung fertig haben musste und ab Mittag war ich für den Rest des Tages dann tatsächlich unter einem Haufen Akten begraben, durch die ich mich irgendwie durchbuchte. Meine Fitness-Uhr nervte auch ziemlich (Brummbrumm -„Zeit für Bewegung!“). Die war ja völlig weltfremd!! Gegen 23 Uhr war ich dann soweit vorangekommen, dass ich für den Tag zufrieden war und das Gefühl hatte, alles andere schaffe ich am Samstag. Und ich spürte krass den Bewegungsmangel und wollte nurnoch raus. Und dann bin ich wieder die gewohnte 9km-Aare-Strecke gelaufen, aber etwas flotter. Nach 2 etwas schnelleren Kilometern (Pace 5:13 und 5:15) dann erstmal 1km langsamer und dann hab ich nochmal Gas gegeben: 4:47 auf den letzten Kilometer!!! Da ging noch was! Ich war stolz!!

Jetzt fehlten mir also noch 12 Laufkilometer zum Wochenziel. Der Samstag fiel dafür komplett weg. Buchhaltung!!! Und abends bis früh um 4 hab ich dann ja beim Karaoke in Gossau durchgefeiert aber das ist eine andere Geschichte. Jaja, es gibt sicher Stimmen, die jetzt sagen, man muss um ehrgeizige sportliche Ziele zu erreichen ein geregeltes Leben führen mit vor allem genug Schlaf aber ich seh das ein wenig anders. Für mich sind 5-6 Stunden Schlaf durchaus ausreichend und die schaff ich auch, wenn ich 4:30 Uhr ins Bett gehe. Naja, so richtig hat das trotzdem diesmal nicht funktioniert- erst konnte ich nicht gleich einschlafen und 8:30 Uhr war ich plötzlich wach. Klar ich hätte versuchen können, weiterzupennen, aber ich hatte auch die Option auf Frühsport und später nochmal schlafen. Und so hab ichs dann gemacht: 12 km lockerer Nüchternlauf ab 9 Uhr und meine Wochenkilometer waren komplett. Beim Laufen dachte ich mir so, nicht dass der Valentin noch glaubt, ich Flussläufer geb mir gar keine Mühe (unsere Uphill-Challenge!), also bin ich in Biberstein nochmal den Hügel hoch bis zum höchsten Haus des Dorfes. Das ergab unterm Strich dann doch noch gut 160 Höhenmeter und ich hatte nach halber Strecke eine tolle Aussicht auf Aarau.
Das neue Jahr hat für mich super angefangen, ich fühl mich gut in Schuss und werd ab kommender Woche dann auf das nächste grössere Laufprojekt hinarbeiten (57km Ultra zusammen mit Valentin- 6 Umrundungen des Pfäffikersees am 27.01.).

Rückblick Trainingswoche 17 für den 100km-Lauf von Biel, 25.12. – Silvesternacht

Der Neujahrsmarathon stand auf dem Plan und Valentin und ich wollten ihn als Long-Jog im Trainingstempo angehen und als Vorbereitung maximal insgesamt 20km rennen. Bei mir verteilten sich diese auf eine recht flotte 11km-Einheit an der Aare am Dienstag und einen langsamen 10km-Lauf am Donnerstag mit einigen Höhenmetern vom IKEA Spreitenbach zum Heitersberg und zurück.


Eine der Herausforderungen des Neujahrsmarathons für mich war auch das lange Wachbleiben. Es entpuppte sich als glückliche Fügung, dass ich gerade die Nacht davor auch schon „durchgemacht“ habe (Karaokeparty in Winterthur, ich war erst 5 Uhr zu Hause…). Mittags war ich ausgeschlafen und hab mich ab dann mit Pasta vollgestopft (ein Teller 14 Uhr, einer 18 Uhr) und alles für den Lauf parat gelegt. Unter anderem auch 2 Heliumballons (ein grosser Mignion und eine Schnecke), die Valentin und ich beim Marathon mit uns führen wollten. Eine super Idee, die Ballons! Zwar stellenweise etwas nervig aber hey, auch eine lustige Ablenkung von den Strapazen des Laufes. Die nahmen ab ca. km 10 durch Dauerregen und Wind bei fehlender Sonne dann leider ungesunde Ausmasse an. Eine längere Gehpause ab km 30 liess uns dann richtig frieren und wir brachen den Lauf nach ca. 3.5h und 31.5 absolvierten Kilometern ab. Als ich nach einer heissen Dusche zu Hause immernoch fror, war ich ganz sicher, dass das die richtige Entscheidung gewesen war. So hatten wir die geplanten 60 Wochenkilometer zwar nicht ganz geschafft, sind aber beide wieder wohlauf und gesund geblieben.

Rückblick Trainingswoche 16 für den 100km-Lauf von Biel, 18.12. – 24.12.2017

Die Woche begann mit recht ungemütlichen Wetterverhältnissen, deshalb blieben die Laufschuhe erstmal in der Ecke stehen und ich startete am Montag mit einer Einheit Krafttraining. Am nächsten Tag gabs aber keine Ausreden mehr und ich wollte Kilometer machen und dem Wochenziel von 55 km merklich näher kommen. Schliesslich musste ich damit rechnen, dass wegen Weihnachtsbesuch und diversen Terminen von Fr-So so gut wie keine Zeit zum Laufen bleiben würde. So führte mich der Longjogg am Dienstagmorgen (26 km)  bis nach Brugg! Vorher hatte ich noch ein Schälchen Müsli gegessen und das hielt vor bis Kilometer 15, ab da fühlte ich mich ziemlich unterzuckert, ein paar mitgenommene Datteln brachten aber schnell Besserung. Ab dem 20. Kilometer verhärteten sich einige Muskeln (Oberschenkel, Bauch). Beim 53 km-Lauf hatte ich diesen Zustand erst nach 30km. Es war jedenfalls kein Problem für mich weiterzurennen, einfach etwas unangenehm.


Mittwoch lag mir der Longjogg noch in den Knochen, ich hab mich aber trotzdem überwunden (weil es ja ab Donnerstag regnen sollte und mir noch 29km zum Glück fehlten und ich ja auch noch so viel zu tun hatte wegen Weihnachten…) und bin 9km Aareuferweg gerannt. Aber ich war voll schlapp und kam nur langsam vorwärts, keine Energie…

Die kam dann durch abendliches Karaokesingen (Valentin ist schuld) zurück und zwar so immens, dass ich kurzentschlossen statt Schlafen um Mitternacht bis 1 Uhr (noch war es trocken!) nochmal mit Stirnlampe die Biberstein-Strecke lief mit einer durchschnittlichen Pace von 5:45 min und einem Schluss-Spurt von 5:10min/km.


Donnerstag hab ich mich dann verdient ausgeruht und hab die noch fehlenden Kilometer dann Samstagmittag absolviert. Am Aareufer war ich ja nun schon genug unterwegs gewesen, deshalb gings diesmal direkt hoch zur Gislifluh. Die 440 Höhenmeter auf den ersten 6 Kilometern waren recht anstrengend. Die nächsten paar hundert Meter bin ich auf matschigen, steinigen Wegen sehr langsam und vorsichtig den Gipfelgrat entlangmarschiert bis zum Aussichtspunkt, der völlig im Nebel lag, also nix Aussicht… Damit begann dann auch gleich der flotte Teil der Tour- 440m auf 3km wieder nach unten und dann ab Biberstein den gewohnten Aareweg nach Hause. Am Ende hatte ich noch Kraft genug für einen Schluss-Spurt (Pace 5:01min) und kam dabei kaum ausser Atem.


Fazit: Mit 58km habe ich das Lauf-Wochenziel erfüllt und diesmal auch Kraftsport gemacht. Der Alternativsport blieb leider wieder auf der Strecke…

Rückblick Trainingswoche 15 für den 100km-Lauf von Biel, 11.12. – 17.12.2017

Am Montag fühlte ich mich nach dem 53km-Lauf vom Sa eigentlich voll regeneriert, hatte aber den ganzen Tag so viel um die Ohren, dass ich den Beginn der Sportwoche erstmal vertagte. 50km als Gesamtwochenstrecke kamen mir auch irgendwie gar nicht mehr so weit vor, das sollte doch locker zu schaffen sein. So hab ich vor einer Woche noch nicht gedacht, der Ultra hat da im Kopf bei mir etwas grundsätzlich verändert! Einerseits hab ich eine Riesenachtung vor wirklich langen Strecken bekommen (>= Marathondistanz), andererseits denk ich mir nicht mehr viel dabei, mal eben 24 km zu laufen. So sind mir die 50 Kilometer dann auch wirklich leichtgefallen: 12km Richtung Biberstein zum Angewöhnen am Dienstagabend (es dunkelte ein und für die letzten 2km ab 17:15 Uhr brauchte ich die Stirnlampe), 16km nach Villnachern und zurück am Mittwochnachmittag und 24 km am Donnerstagmorgen ab 7:30 Uhr und zwar nüchtern (nach 14 km habe ich kurz Pause gemacht, etwas getrunken und ein Gel zu mir genommen) – eine toller Longjogg bis zum Bözberg mit 700 Höhenmetern und an der Aare zurück.

Auf der Strecke blieben dann leider die Stabilisationübungen und das Training in einer Alternativsportart, weil ich am Wochenende durch mehrere Jobs rund um die Uhr unterwegs war. Aber ich will mich bessern!


Rückblick Trainingswoche 14 für den 100km-Lauf von Biel, 04.12. – 10.12.2017

Die Woche begann für mich körperlich im Tief mit starken Unterleibskrämpfen. Es war so schlimm, dass ich den Sonntagabend mit Wärmflasche auf der Couch verbrachte. Das war zwar recht unangenehm, ich war aber absolut glücklich über das Timing, lieber jetzt durchhängen als am Samstag beim geplanten 52km-Lauf.

In der Hoffnung auf Besserung hab ich dann Montag trotzdem einen kurzen Run von 5km gemacht und mich einfach nur gequält. Der ganze Bauch war verkrampft und verhärtet. Dienstag fühlte ich mich dann schon wesentlich besser und hab den Chlausabend bei den Lindberjoggern mit 45min Schlittschuhlaufen in der Zielbau-Arena Winterthur verbunden. Hat richtig Spass gemacht und war mal was anderes und für mich pure Regeneration ☺


Da ich mich ab Mittwoch wieder recht fit fühlte, wollte ich eigentlich als Vorbereitung für den Lauf am Sa täglich mindestens 4km joggen, die guten Vorsätze blieben dann aber Mi und Do wegen ganz vielen Erledigungen und einer Karaoke-Veranstaltung am Donnerstag auf der Strecke.

Freitag hätt ich dann Zeit zum Rennen gehabt, fand es aber für mich sinnvoller, nach dem Stress und wenigen Schlaf der letzten 2 Tage einfach mal in Vorbereitung auf meinen ersten Mini-Ultra gar nichts zu machen ausser mich zu erholen, genug zu essen und früh ins Bett zu gehen.

Samstag beim Lauf zeigte sich dann, dass das die richtige Entscheidung gewesen war. Ich war ausgeschlafen, erholt und fühlte mich absolut fit für die 52km.
Wir rannten in moderatem Tempo (Pace zwischen 6:30min und 7min) und ich spürte die ersten 15km rein gar keine Anstrengung, die nächsten 15km merkte ich ein wenig meine Beine und ab ca. 30km verhärteten sich die Muskeln beider Beine und sogar der Bauch und es wurde unangenehm, ich hab das aber ganz gut geschafft zu ignorieren. Vom Kopf her gings mir bis Kilometer 38 gut. Ab dann bis zum Ziel fühlte ich mich ständig unterzuckert und die Kilometer gingen viel langsamer vorbei. Das mitgenomme Gel (4 Packungen) half aber ganz gut und moralisch hat mich die letzten Kilometer mein Mitläufer Nikolaus aufgebaut. Er lief wie eine Maschine und die hat mich irgendwie mitgezogen und so hab ich auch die letzten schrecklichen 5km geschafft (es war kalt und dunkel ich fühlte mich schrecklich und mir kam ein Kilometer noch nie so lang vor). Nach 53.7km am Ziel angekommen war ich einfach nur fix und fertig. Und mir wurde schlecht bei dem Gedanken, dass das ja nur die halbe Strecke gewesen war. Alles tat einfach nur noch weh und ich kam kaum noch eine Treppe runter und war sogar zu schwach zum Pizzaessen. Ich weiss nicht, wann ich vorher schonmal so erledigt gewesen war, ich glaub noch nie. Aber schon knapp 2 Stunden später nach einer Dusche und einem Teller Pasta, kehrten die ersten Lebensgeister zurück. Wieder zu Hause war ich dann schon wieder recht gut zwäg und absolut überrascht hat mich dann, dass ich mich praktisch über Nacht vollständig regenerieren konnte. Am Sonntag spürte ich praktisch nichts mehr vom Lauf, alles war wieder locker, nichts tat weh und ich hätt eigentlich wieder rennen können.
Der Lauf war für mich auf jeden Fall eine sehr wichtige Erfahrung. Ich bin ja vorher nie weiter als 22km gerannt und jetzt erst hab ich ein Gefühl für die Grösse der Aufgabe und eine angemessene Ehrfurcht vor den ganzen 100 Kilometern. Ich weiss jetzt, wie es sich anfühlt, an die Grenze zu kommen und weiss, dass ich noch viel mehr Kondition brauche, um mehr als diese 53km zu bewältigen.
Diesen Zustand der ständigen Unterzuckerung hatte ich vorher noch nie kennengelernt und er hat mir ziemlich zu schaffen gemacht- daran muss ich sicher noch arbeiten.
Für den jetzigen Trainingszustand kann ich aber glaub ich zufrieden sein. Da mir am So rein gar nichts mehr weh tat, scheint mit meinem Laufstil und der Rumpfstabilität alles in Ordnung zu sein.
Momentan bin ich einfach nur glücklich, den Lauf geschafft zu haben und freu mich aufs weitere Training mit neuen Herausforderungen.


Rückblick Trainingswoche 13 für den 100km-Lauf von Biel, 27.11. – 03.12.2017

Diesmal hatte ich mich am Sonntag ja ausgeruht und war Montag nach viel Organisieren und Büroarbeit voll fit und motiviert für einen nachmittäglichen Lauf nach Biberstein. Hat wirklich gut getan, es waren milde Temperaturen, ich war die ganze Zeit sehr relaxt und am Ende positiv überrascht, dass die Durchschnittspace sogar unter 6min lag.
Kurz nach dem Lauf erfuhr ich, dass meinen Ballonverkäufen durch den Wegfall des besten Standplatzes eine Krise bevorsteht. Das Thema hat mich die darauffolgenden Tage dann sehr beschäftigt und ich hab mich am Dienstag fast ausschliesslich nur darum gekümmert, Mails geschrieben und recherchiert und einen Sport-Ruhetag eingelegt.
Am Mittwochmorgen hatte ich den Kopf dann zum Glück wieder frei genug für den Longjogg. Ich bin einfach mal losgelaufen ohne genauen Plan, erst an Veltheim vorbei und dann hinter der Gislisfluh nach Westen bis Küttingen mitten durch den Jurapark. Es war landschaftlich sehr schön aber teilweise gings nur extrem langsam vorwärts. Der eisige und steile Jurapark-Weg (ab ca. Kilometer 12) war ohne Stöcke fast nicht machbar. Ich hatte echt Angst auszurutschen und mir was zu brechen aber musste in dem Moment halt irgendwie weiterkommen. Hab sogar 2 Bergziegen gesehen (die sich sehr gewundert haben was ein Mensch um die Jahreszeit da oben im Schnee rumkraucht) und 2 km weiter gabs dann auch wieder einen anständigen Weg. Mittag war ich dann wieder zu Hause und unter der wohlverdienten heissen Dusche voll stolz auf die absolvierten 22 km mit 860 Höhenmetern.

Für mich war dann auch irgendwie klar, dass der Donnerstag im Zeichen der Regeneration stehen sollte. Nachdem meine Kinder aus dem Haus waren, bin ich aber anderweitig aktiv geworden: erst 25min Kräftigungsübungen, gleich im Anschluss (ich war ja dann warm) eine Einheit Karate. Nach 20min Karate bei uns im Wohnzimmer war ich jedenfalls völlig fertig. Wenn sich wie beim Kampfsport Leistungsphasen mit ruhigeren Phasen abwechseln, ist bei mir konditionsmässig wohl noch viel Luft nach oben.

Freitag bin ich dann trotz Frost (-2 Grad!) gleich früh nochmal losgerannt an der Aare lang bis zum Wasserwerk Villnachern. Gleich die ersten Meter in Auenstein den Hügel runter hab ich gemerkt, wie saugefährlich Laufsport sein kann. Es war spiegelglatt! Mit der nötigen Vorsicht hab ich aber auch die folgenden 16km vereisten Weg mit reduziertem Tempo gut geschafft. Die Thermounterwäsche hat jedenfalls bei -2 Grad gute Dienste geleistet (viel kälter sollte es aber nicht werden…), die Lauf-Handschuhe entpuppten sich als etwas dünn.

Die Nacht zum Samstag war dann sehr kurz (ich war beim Karaoke und erst 3:30 Uhr im Bett und bin 6:30 Uhr noch vorm Weckerklingeln wieder aufgestanden). Am Samstag hatte ich dann soviel zu tun (Ballonverkauf beliefern und nachmittagsfüllender Auftritt meiner Steelband), dass ich den Schlaf nicht nachholen konnte und ich hing am Abend ziemlich durch. Eine Nacht gut und genug schlafen und alles war am Sonntag aber wieder gut. Bin dann zwischen Frühstück und Mittagessen einfach nochmal gemütlich eine kleine Aarerunde gelaufen und das Wochenziel von 50km war erfüllt.

Mit der Woche und dem was ich gemacht hab (besonders cool war der Longjogg) bin ich insgesamt voll zufrieden. Wir haben beide den Plan erfüllt und wenn wir jetzt nicht krank werden, haben wir gute Chancen, den 52 km-Lauf am Ende von Woche 14 zu schaffen.


Rückblick Trainingswoche 12 für den 100km-Lauf von Biel, 20.11. – 26.11.2017

Montag war mir nach dem 16km Berglauf vom Sonntag nach Regenerieren, am Dienstag wollte ich aber sportlich in die Pötte kommen und das in Winterthur. Rechtzeitig vorm Feierabendstau ankommen, 1-2h Schlittschuhlaufen und dann mit den Lindbergjoggern rennen, stand auf dem Plan. Irgendwie kam ich dann aber doch nicht rechtzeitig weg und hab das Schlittschuhlaufen wegen Zeitmangel gestrichen (8 Chf für etwas über eine halbe Stunde war mir dann doch zu teuer). Das nächste Mal fahr ich sicher vor 15 Uhr los.
Das Laufen war dann jedenfalls toll. Ich war leider nicht gut vorbereitet auf meinen ersten Lauf am Abend im Dunkeln (Stirnlampe vergessen und keine Reflektorenweste), Valentin lief mit Lampe aber neben mir und so war alles gut. Wir liefen 12 km um den Eschenberg und ich war zwischendrin doch recht k.o.
Ich vermute, das war reine Kopfsache, weil es dunkel war und mir die sichtbaren „Teilziele“ fehlten. Ich teile jede Strecke im Kopf in viele kleine Teile und das hat im Dunkeln in unbekanntem Gebiet nicht funktioniert.
Jedenfalls war mir Mittwoch gleich nach Weiterrennen und zwar möglichst schnell. Ich bin also am späteren Nachmittag nachdem ich alle Vorbereitungen fürs Wochenende getroffen hatte (von Donnerstag an war ich in Konstanz bei einer Ausbildung) bei bestem Wetter mal Richtung Biberstein gesprintet und hab 4km mit Pace 5.06 durchgehalten und bin dann wieder gemütlich zurückgerannt. Abends noch eine Kraftsporteinheit und ich war sehr zufrieden.
Donnerstag stand dann der Longrun in Konstanz an. Ich hatte mir die Tage zuvor schon eine geeignete Strecke über 20km herausgesucht und sogar geschafft, sie als Route auf Runtastic abzuspeichern. Das war dann beim Lauf sehr nützlich und hat auch offline super funktioniert. Es war eine wunderbare Strecke vor allem durch Wald und am Bodensee enlang. Am Donnerstagabend begann dann meine Weiterbildung und füllte die kommenden 3 Tage voll aus. Freitag war mir auch wirklich nach Regeneration. Samstag früh bin ich aber kurz vorm Regen nochmal eine kleine 4km Runde zum Bismarckturm und zurück gerannt, um die 45km Wochenpensum voll zu kriegen. War sehr schön und ein perfekter Start in den Tag. Und am gleichen Morgen gabs im Rahmen meiner Weiterbildung 1,5h Tanztraining und ich konnte die Position „Alternativsport“ ganz ohne die eigens nach Konstanz mitgebrachten Inline-Skates abhaken, yeah! Trotz 3.5-Tage Comedyausbildung war der Wochenplan damit dann voll erfüllt.
An dieser Woche fand ich besonders schön, dass ich völlig neue Strecken gerannt bin (im Dunkeln um den Eschenberg und den 20km-Rundlauf bei Konstanz). Mir gehts blendend und ich hab voll Bock auf die 50km nächste Woche. Vor allem freu ich mich aber auf den 52km-Lauf am 9.12. und bin überzeugt, dass Valentin und ich das schaffen!


Rückblick Trainingswoche 11 für den 100km-Lauf von Biel, 13.11. – 19.11.2017

Montag hatte ich mit meinen periodischen fraulichen Problemen zu kämpfen und machte sportlich rein gar nichts. Zugleich wurde mir schmerzlich bewusst, dass sich dieser Zustand in einem knappen Monat wiederholen würde, nämlich am und um den 9. Dezember, an dem Valentin und ich die 52km von Jegenstorf nach Biel laufen wollen.
Naja über Dinge, die man nicht ändern kann, lohnt es nicht, sich zu ärgern. Also hab ich dann Dienstag früh sehr motiviert einen 16km Nüchternlauf an der Aare probiert. Der Husten war fast weg und ich kam recht zügig voran. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und Nieselregen hab ich dann aber doch zeitweise gefroren und mir noch am gleichen Tag bis -10 Grad taugliche Thermounterwäsche (und bei der Gelegenheit dann auch noch gleich einen Hüftgurt mit 2 Trinkflaschen) gekauft. Der Mittwochnachmittag war dann mit -1 Grad gut geeignet für einen Run in den neuen Klamotten. Eigentlich wollte ich nur ganz locker bis Biberstein und zurück joggen, war aber zu Beginn erstaunlich schnell (der Husten war weg!) und hatte nach 4.5 km den Ehrgeiz, auch flott wieder heim zu rennen. Und das hat (bis auf 1 Kilometer Regeneration) funktioniert. Bei Kilometer 9 sogar Pace 5:19min und insgesam 5:26min. Juchhuu das Kranksein war endlich zu Ende, meine Freude war gross.
Mir war Anfang der Woche schon klar gewesen, dass ich am Donnerstag wegen einem Karaoke-Auftrag und anderer Erledigungen wohl sportlich zu nichts kommen würde. Dann brachte der Postbote aber früher als erwartet meinen neuen Karateanzug (extra bestellt für einen 2stündigen von mir angeleiteten Karate-Einführungskurs am Sa) ja und dann musste ich den natürlich anziehen und hab auch tatsächlich ziemlich schweisstreibend in unserem Wohnzimmer ganz spontan eine halbe Stunde Karate trainiert (am Sa beim Kurs dann noch eine zweite Einheit).
Am Freitag blieben die Temperaturen nahe beim Gefrierpunkt, hat mich aber gar nicht mehr interessiert, ich war ja gut angezogen. Also machte ich mich bereit für einen längeren Lauf und Valentins heldenhaften 500-Höhenmeter-Nach-Hause-Lauf vom Mittwoch im Hinterkopf, entschied ich mich im letzten Moment, in die andere Richtung zu rennen. Nicht zur Aare runter sondern den Berg hoch. Was folgte, waren beschwerliche aber auch schöne 2 Stunden, in denen ich es auf Irrwegen dann doch bis ganz oben schaffte. Laufschuhe sind jedenfalls nicht ganz ideal, um auf dem Juragrat herumzustolpern und auf dem bin ich eine ganze Weile herumgestolpert (wo war nur das verdammte Gipfelkreuz?!). Naja irgendwie falscher Zugang, bin ich halt wieder runtergerannt und war saustolz auf die absolvierten 15km und 568 Höhenmeter.
An der Stelle hatte ich das Wochenziel von 40km dann eigentlich erreicht. Aber ich hatte die Aussichtsplattform nicht gefunden! Das wurmte mich schon sehr. So bin ich dann heute am Sonntag nochmal hochgerannt. Wieder 16km und 569 Höhenmeter und da am Sonntag auch andere „Gipfeltouristen“ unterwegs waren, bekam ich oben angekommen auch einen Tipp zum Finden der Aussichtsplattform. Im Schneematsch bin ich dann hingewatet. Schuhe und Socken waren einfach nur noch klitschnass und kalt und das nach 7km. Aber egal, ich war am Ziel und glücklich. Auf dem Weg nach unten wurd mir dann auch wieder wärmer, geht alles irgendwie. Ja und jetzt freu ich mich nur noch: Wochenziel mit 56km übererfüllt, 2x nen krassen Berg hochgerannt, Karate als Alternativsport entdeckt. Naja Kraftsport hab ich dann nicht gemacht aber die Woche war trotzdem toll und ich fühl mich fit für die nächste.


Rückblick Trainingswoche 10 für den 100km-Lauf von Biel, 06.11. – 12.11.2017

Am Montag trug diese Woche noch offiziell den Namen „Leistung 2“ und ich war mental auf bestem Wege, meinen bis dahin schon 2 Wochen nicht enden wollenden Husten mit sportlichen Höchstleistungen (= 60 Wochenkilometern) weiter zu verschleppen. Nach einem lauffreien Wochenanfang (mit einer Einheit Krafttraining), lief ich dann auch schon Dienstag Vormittag 16km in annehmbarem Tempo (Pace 6:09 min), hatte dabei aber auch einige Hustenanfälle.
Wieder zu Hause, fiel ich dann in eine moralische Krise. Ich wollte das Ganze doch zusammen mit Valentin machen und nicht als Einzelkämpfer plötzlich bei 70 Wochenkilometern sein, wenn er krankheitbedingt erst wieder bei 30 anfängt. Meine Motivation, diese Woche auch nur noch irgendwas zu machen, war mit einem Schlag dahin.
Dann passierte etwas sehr Tolles: Valentin hat den Plan angepasst und Woche 10 wegen Krankheit ganz aus dem Trainingsplan herausgenommen.
Und auf einmal wurde mir bewusst, was ich bisher verdrängt hatte: Ich hatte immernoch Husten, steckte voll Rotz bis zum Geht-nicht-mehr und es war die letzten Tage wieder schlimmer geworden.
Dankbar machte ich den Rest der Woche also auch blau und versuchte, gesund zu werden. Ist leider nicht ganz geglückt, aber unter vollem Leistungsdruck wär die Grippe wahrscheinlich wieder richtig ausgebrochen.
Jetzt gehts mir gerade körperlich und mental gut. Bin froh, dass Valentin auch wieder hergestellt ist und wir auf gleichem Niveau unser Glück mit der neuen Woche versuchen können.


Rückblick Trainingswoche 9 für den 100km-Lauf von Biel, 30.10. – 05.11.2017

Leistung 1 und 60km Rennen standen auf dem Plan und nach einer Einheit Alternativsport am Mo (ich war 45min auf Rollerblades in Aarau unterwegs und hab Flyer verteilt) zog ich dann am Dienstag um die Mittagszeit bei strahlendem Sonnenschein sehr motiviert los, die ersten Laufkilometer zu absolvieren. Nach nur 1km musste ich aber kapitulieren, der Husten war einfach zu schlimm. Trotz Codein-Tropfen ging gar nichts mehr, die trockene kalte Luft war halt auch das absolute Reizklima. An der Stelle beschloss ich erschüttert von dem Erlebnis (ich hatte mich vor Husten übergeben müssen), dass meine Gesundheit wichtiger war als irgendwelche Wochenkilometer und änderte mein persönliches Wochenziel in „nichts machen, was mich wieder kränker macht“ (z.B. bei starkem Husten rennen). Am Nachmittag kompensierte ich die Laufpleite vom Mittag dann noch mit einer Einheit Krafttraining und war dann doch noch sehr zufrieden mit mir.
Am Mittwoch hatte ich dann einen Geistesblitz, der das Lauftraining wieder möglich machte: wir besassen ja einen Crosstrainer! Es ist zwar nicht ganz der gleiche Bewegungsablauf wie beim Rennen ohne Hilfsmittel, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen und so absolvierte ich Mi und Do insgesamt 21km laufend auf dem Crosstrainer (Mi: 10km Intervallprogramm, Do 11km Stufe 6) und war danach deutlich mehr ausser Atem und durchgeschwitzt als nach einer Laufeinheit. Es war also sicher gut zum Aufbau von Kondition. Am Freitag war es dann recht warm und ich traute mich bei 14 Grad wieder hinaus. Als meine „normale“ Aarerunde gut funktionierte, rannte ich noch zusätzlich 6.5 km (+ 1 Runde zwischen 2 Aarebrücken). Da ich kein Trinken deponiert hatte und es leider auf der Strecke keinen Brunnen gibt, beliess ich es dann bei diesen langsamen 15.6 km (Pace 6:41min), obwohl ich noch fit für eine dritte Runde gewesen wäre. Nach der ersten Stunde war der Husten praktisch weg und mir gings gut.
Samstag blieben dann wegen zwei Jobs (Ballonverkauf und zwischendurch ein Kinderanimationsauftrag) nur 3h Freizeit. Die wollte ich dann aber mit meiner Familie und nicht allein rennend im Wald verbringen, schliesslich war ich ja dann abends schon wieder alleine weg (Karaoke !).
Also blieb nur noch der Sonntag, um die fehlenden 22km zu laufen. Der Wetterbericht prophezeite eine regenfreie Zeit ab 15 Uhr und die hab ich dann auch genutzt: 22km mit einer Pace von 6:13min. Ich hab das Wochenziel von 60km also knapp erreicht und freu mich gerade nur noch. War nicht einfach, weil der Husten doch immernoch behindert. Aber ich bin wieder soweit hergestellt, dass ich ohne Anstrengung unter Pace 6:30min längere Strecken schaffe und bin im Hinblick aufs weitere Training und den Marathon beim Frauenfelder (Ende von Wo 11) gerade sehr optimistisch.


Rückblick Trainingswoche 8 für den 100km-Lauf von Biel, 23.10. – 29.10.2017

Diese Woche wollte ich nach dem ganzen Kranksein endlich wieder Kondition aufbauen hatte aber zugleich Angst vor einem erneuten Rückfall durch Überanstrengung. Um den zu verhindern, wollte ich nicht zu früh mit dem Training beginnen und wenn dann sehr langsam laufen.
Montag hing ich jedenfalls rum wie ein (hustender) Schluck Wasser, das Thermometer zeigte immernoch 37.8 Grad und an Sport war gar nicht zu denken. Dienstag war immerhin der Kopf klar aber ich war sehr schwach. Valentin riet mir zu Krafttraining und das hab ich gemacht und es war wohl genau das Richtige ☺
Dann war es plötzlich schon Mittwoch, wieder nicht geschlafen vor Husten -whatever- es ging mir trotzdem ja viel besser als Montag und ich wollte dringend was tun. Also erstmal ganz langsam am Vormittag 4 km versucht. Meine Güte war ich schwach. Pace schon fast bei 8min und ganz viele Hustenanfälle. Nachmittag dann das Gleiche nochmal und es ging schon etwas besser. So hab ich mich Do getraut, die 9km-Strecke im Schneckentempo zu absolvieren. Ging ganz gut, der Hustenanfall kam erst (dafür sehr heftig) am Schluss als ich stehengeblieben bin, ich hatte aber zum Glück (weil ich das ja am Mi schon 2mal erlebt hab) Codein eingepackt und so war nach 2 Minuten alles gut. Es war also Donnerstag und ich hatte es irgendwie doch schon auf 18 km gebracht. Das Wochenziel 50km war nicht unerreichbar. Da mir klar war, dass der Samstag wegfällt (13h Arbeitstag), der Weg zum Ziel war also ein 1h-Lauf und ein Longrun verteilt auf Freitag und Sonntag. Ich schiebe schwierige Sachen nicht gerne auf, deshalb nahm ich mir für Fr einen 22km-Lauf vor (3 facher Loop zwischen den Aarebrücken Rupperswil und Biberstein). Ich hatte durch den Husten dann aber eine so schlimme Nacht, dass ich meine Pläne etwas zurückschraubte. Die Lösung 10km Fr und am So der Longrun würde ja auch zum Ziel führen. Mittag sahs nach Regen aus aber ich war motiviert und ein bischen Regen ist ok, was solls. Also bin ich losgerannt. 2 min später ging ein Wolkenbruch los, alles an mir war quietschnass und das bei 8 Grad. Hier siegte jetzt mal die Vernunft, ich bin nach einem halben Kilometer umgekehrt und zu Hause sofort deprimiert und hustend (den Spott meiner Familie musste ich auch noch anhören) unter die heisse Dusche. An der Stelle hatte ich eigentlich aufgehört zu glauben, dass ich das Wochenziel noch irgendwie erreichen kann.
Aber dann gabs den totalen Wetterumschwung. 2h später wars sonnig, trocken und viel wärmer.
Ich hab mich also nochmal aufgerappelt. Ergebnis: langsame aber konstante 10km, fast kein Husten, es ging eindeutig besser! Die fehlenden 21km wollte ich am So Vormittag schaffen. Also So 6 Uhr kurz aufgestanden und Müsli gegessen, dann noch 2h geschlafen und so gut gestärkt losgerannt mit einer Flasche Rivella dabei (die hab ich bei der Aarebrücke Auenstein deponiert). Die erste Runde war ganz schrecklich, mehrmals wollte ich aufgeben. Bei km 4 fings an, mit Nachdruck zu regnen. Das bei 8 Grad war sehr unangenehm und die ersten Kilometer schleppte ich mich ja ohnehin nur von einem Hustenanfall zum nächsten. Es wurde aber besser. Der Regen war bald nicht mehr so schlimm und es ging auf Mittag zu und wurde ein paar Grad wärmer. Jedenfalls hab ich trotz aller Widrigkeiten 22 km abgespuhlt und damit das Wochenpensum in Punkto Laufen erfüllt. Ich bin mit Woche 8 deshalb sehr zufrieden und hab enormen Respekt vor den Wochenkilometern der nächsten Zeit bekommen. Das wird nicht einfach. Aber ich bin optimistisch und hab das Gefühl, wieder auf Kurs zu sein.


Rückblick Trainingswoche 7 für den 100km-Lauf von Biel, 16.10. – 22.10.2017

Am Montag war das Fieber weg und ich hatte leichten Husten, fühlte mich aber grundsätzlich wieder gesund.
Also erst 2h unseren Rasen gemäht (wir haben viel Rasen)
und dann 9km locker gerannt, den letzten Kilometer schnell (Pace 5.06). Eine riesen Dummheit, die mir bis Ende der Woche direkt einen Rückfall mit starkem Husten und Fieber einbrachte. Heute am Sonntag ist die Grippe endlich am Abklingen.
Zumindest hab ich diese Woche gelernt, wie wichtig es ist, bei Krankheiten, Verletzungen etc. Geduld zu haben. Trainingsmässig bin ich leider gerade ganz tief unten und hoffe, ab jetzt wird alles besser.


Rückblick Trainingswoche 6 für den 100km-Lauf von Biel, 09.10. – 15.10.2017

Am Sonntag bei der Fahrt (als Kursleiter) ins Zürcher Sportferienlager Fiesch war ich noch voller Tatendrang,
ein simpler Grippevirus machte dann aber alle meine sportlichen Vorhaben zunichte. Ich musste krankheitsbedingt dann sogar das Lager am Mittwoch schon verlassen. Freitag ging es mir besser und ich spielte ernsthaft mit dem Gedanken, beim Hallwilerseelauf ab km 16 einzusteigen und mit Valentin zusammen noch die letzten Kilometer bis zum Ziel zu absolvieren. Ein kleiner Testlauf am Freitag zeigte mir aber, wie schwach ich noch war, nach 2 etwas schnelleren km war ich völlig erschöpft und brach ab und abends war dann auch prompt das Fieber wieder da. So siegte zum Glück die Vernunft und ich fuhr dann wirklich nur zum Anfeuern nach Beinwil. Dafür gehts mir aber heute am Sonntag bis auf etwas Husten wirklich wieder gut und die Grippe scheint überstanden zu sein.
Ausser dem 2.5 km Testlauf am Sa bin ich am Dienstag in Fiesch trotz Grippe aus purer Verzweiflung 4.5 km langsam gejoggt. Grund war ein eingeklemmter Ischias-Nerv. bestimmte Bewegungen vor allem sich bücken, waren seit Montag Mittag mit extremen Schmerzen verbunden, Laufen funktionierte aber ohne Probleme. Ich hab dann halt gehofft, dass ein langsamer Lauf irgendwie alles lockert und Besserung bringt und das hat absolut funktioniert. Ich konnte mich also bereits wieder fast problemlos bewegen, als ich am Dienstagabend zum wegen der Schmerzen gebuchten Sportmassagetermin ging.
Heute am Sonntag spür ich vom eingeklemmten Nerv gar nichts mehr.
Wenn die Woche sportlich auch nicht viel hergab (nur 7km gelaufen), so bin ich also doch wenigstens gesund geworden und kann ab morgen hoffentlich wieder loslegen.


Rückblick Trainingswoche 5 für den 100km-Lauf von Biel, 02.10. – 08.10.2017

Nach dem Pfäffikerseelauf (01.10.) stand der Montag im Zeichen der Regeneration, also keine Laufeinheit.
Dafür hatte ich die gute Idee, am Nachmittag zusammen mit meinen beiden Kindern (es war ihr erster Ferientag) das Schwimmbad Brugg unsicher zu machen.
So hatten die zwei Spass und ich Gelegenheit zu 40min Brustschwimmen, was sehr gut getan hat.
Als ich am nächsten Morgen noch nicht wirklich bereit für den Tag war (die Nacht war sehr kurz…) meldete mein Handy schon sportliche Hochleistungen vom Valentin.
Ok Müdigkeit vergessen und statt nochmal aufs Ohr hauen, die Laufklamotten angezogen und einfach mal bei Nieselregen angefangen, alle Steigungen im Umkreis hochzurennen, die ich finden konnte.
Ja, ich wollte den Fokus diese Woche auf das Bergauflaufen legen. Schon nach kurzem Lauf war ich völlig wach und einfach nurnoch damit beschäftigt, diese persönliche Challenge zu schaffen.
Es ging nicht gerade flott vorwärts aber stetig. Oben hatte ich dann eine tolle Aussicht und konnte es richtig geniessen. Nach ca. 7km wurde aus dem leichten Regen dann aber ein heftiger Wolkenbruch, der die nächste Viertelstunde nicht nachliess. Nach insgesamt 9km
Lauf wieder daheim angekommen, war ich jedenfalls klatschnass aber stolz, es trotz Müdigkeit und Regen durchgezogen zu haben.
Am Abend gings dann früher ins Bett, kurz vorm Schlafen noch den Rest Spaghetti vom Mittag verdrückt und dann den Wecker auf 5 Uhr gestellt für einen morgendlichen Longrun.
Das Wetter meinte es am Mittwochmorgen zum Glück gut und ich lief die 16km mit ruhigem Puls und einer durchschnittlichen Pace von 5:54min.
Und ich hab das erste Mal beim Laufen an den Fingern gefroren und mir dann noch am gleichen Tag (der SportXX hatte 75% Rabatt) eine lange Laufhose und Handschuhe zugelegt.
Der Donnerstag kam und liess leider keine Zeit für Sport: Aufstehen 5:30 Uhr dann direkt mit meinem Sohn nach Bern zu einem frühmorgentlichen Termin bei der Passstelle, zu Hause Essen gekocht und direkt danach schon die Sachen gepackt für eine Veranstaltung am Abend (ich war der Veranstalter). In der Nacht dann durch eben diese Veranstaltung erst 3 Uhr ins Bett gekommen.
5 Uhr bin ich wieder aufgestanden, um rechtzeitig über Winterthur den Vollmond untergehen zu sehen (Geocacher-Event) und statt Frühstück direkt einen Energy genommen. Dieser Lebenswandel ging nicht spurlos an mir vorbei: der Freitag war gelaufen, bis Abends war ich übermüdet und hatte Magenkrämpfe. An Kraftsport oder eine Laufeinheit war nicht zu denken.
Samstag ging es mir dann aber besser und ich fand neben dem Alltagswahnsinn eine Stunde Zeit für eine Laufeinheit über 8km. Diesmal gings richtig nach oben (336 Höhenmeter), wär ich nicht einmal falsch abgebogen, hätt ich auf der Spitze der Gislisflueh gestanden (das nächste Mal…).
Heute am Sonntag startete ich dann (wieder nur 3,5h Schlaf, verdammt viele Partys diese Woche…) als Assistenz-Trainerin ins Sportlager Fiesch. Nach stundenlanger Fahrt holt mich gerade der Schlafmangel der letzten Woche ein und ich hab beschlossen, heute nicht mehr zu Laufen und es bei den 33km zu belassen. Leider hab ich das Wochenziel (40km) also nicht geschafft und auch kein Krafttraining gemacht. Mit den 3 Laufeinheiten der Woche bin ich aber zufrieden und nächste Woche wird es weniger Partys und mehr Nachtschlaf geben und sicher alles besser laufen.


Rückblick Trainingswoche 4 für den 100km-Lauf von Biel, 25.09. – 01.10.2017

Diese Woche galt es also wieder neu Anlauf zu nehmen in die nächste Leistungsphase, Wochenziel
30km moderates Laufen und zusätzlich mindestens eine Einheit Krafttraining und alternativen Sport.
Angesichts meiner allmonatlichen japanischen Grippe (vor allem Frauen leiden darunter) war ich mir sicher, dass es zumindest Anfang der Woche eh nur langsam gehen würde.
Valentin hat mich dann aber (ach da war doch noch was) daran erinnert, dass ja wieder ein Lauf anstand. Ja nun…
Also hab ich beim 9km-Lauf am Montag die ersten 3 Km direkt Japan gewidmet (alle unter Pace 5:10min) und bin insgesamt so schnell wie nie gelaufen (Pace 5:18min). Die Woche ging ja gut los!
Vor allem machte mich glücklich, dass wenn ich mental stark bin, ich dieses körperliche Problem ausblenden kann! Wichtige Erkenntnis irgendwie…

Dienstag verbrachte ich den ganzen Tag mehrheitlich das Wochenende und eine Veranstaltung vorbereitend an Computer und Telefon und weil ich nebenher noch meine Kinder durch die Gegend fahren und einkaufen musste, blieb nicht viel Zeit für Sport.
Aber am späten Nachmittag bin ich dann einfach nochmal 4km langsam Inlineskates an der Aare gefahren. Ich bin noch ziemlich unsicher unterwegs und es lagen öfters Laub und Zweige auf dem Weg… Hat richtig Spass gemacht und ich hatte danach den Kopf frei fürs abendliche Improtheater-Training.

Für Mittwoch hatte ich mir dann die nächsten 9km des Wochenlauf-Pensums vorgenommen und nach dem schnellen Ritt vom Montag wollte ich es wirklich gemütlich angehen lassen.
Keine Ahnung warum, ich hab mit 5:11 min nicht wirklich gemütlich angefangen und dann war mir nach Schnelligkeit und zu schauen, wie lang ich das durchhalte. Resultat: 4km mit Pace 5:06.
Nach kurzer Pause dann einen 5km Steigerungslauf zurück gemacht einfach um zu sehen, was noch geht: Auch nicht schlecht, erster Kilometer 5:54min, letzter Kilometer nach stetiger Steigerung 4:56
Yeah wow und das alles mit japanischen Problemen, ich war zufrieden.
Valentin hatte was von Ende Woche kürzer treten erzählt, also hab ich dann Donnerstag noch eine Einheit 25min Krafttraining absolviert und dann die nächsten 2 Tage ganz sportlos verbracht (Sa wär aber auch neben Ballonverkauf, Essen kochen und einem Auftrag keine Zeit geblieben), am Freitag hat mich ein anderes Hobby
stundenlang in seinen Bann gezogen. Muss auch mal sein.

Ja und dann startete ich am Sonntag ganz ohne Monatsbeschwerden beim Pfäffikersee-Lauf, konnte das, was ich kann aber nicht abrufen, weil ich Dubbel einfach im Vorfeld wieder zu wenig gegessen hatte. Die Quittung kam prompt: nach 3 (recht schnellen) km wurd mir übel und dann hab ich mich mehr oder weniger bis ans Ziel gequält und wurd von gefühlt hunderten Leuten überholt
Ich war sicher, dass das grottenschlecht war und war dann doch noch positiv überrascht von der durchschnittlichen Pace von 5:29min auf die 12,2km. Naja wieder was dazugelernt, ich muss vor Läufen wirklich wirklich wirklich (keine Ausreden mehr) genügenden essen.

Mein Fazit für die gesamte Woche ist aber positiv, ich hab das Pensum geschafft und sogar teilweise schon im Leistungsmodus. Freu mich, das nächste Woche auszubauen!


Rückblick Trainingswoche 3 für den 100km-Lauf von Biel, 18. – 24.09.2017

Irgendwie hatten mich die letzten Kilometer vom Greifenseelauf doch recht mitgenommen, der Muskelkater war am Montag noch nicht ganz weg und ich glücklich zur Kenntnis, dass die Regenerationswoche begonnen hatte. Also zurückschrauben und eher mal was anderes machen als Laufen und wenn Laufen, dann gemütlich. In dem Sinne hab ich Montag das Umtauschen von 5 Heliumflaschen (Krafttraining?) mit einer Schwimmeinheit in einer leider überfüllten Schwimmhalle verbunden. War gar nicht so einfach, da 1000m im Wasser zurückzulegen…
Der Dienstag begann dann mit einem gemütlichen 9km-Lauf am Morgen. Ich wollte mal feststellen, wie langsam ich maximal laufen kann, ohne dass mir langweilig wird. Die Grenze scheint auf ebener Strecke bei 6:40min/km zu liegen. Der Puls ist kein Stück hoch gegangen und nach dem Lauf wusste ich nicht so recht, ob ich jetzt duschen sollte oder nicht . Ich fühlte mich wirklich sehr regeneriert.
Da Motorsport hier nicht zählt (ich sass 7 Stunden hinterm Steuer) kann ich über den Mittwoch nichts sportliches berichten ausser dass ich in Bruchsal an einem Negativ-Beispiel gelernt habe, wie wichtig es ist, Sport zu treiben. Donnerstag bin ich von dieser Lektion dann wieder nach Hause gefahren, musste zu einem Meeting im Flösserplatz und hatte den Kopf voll Sachen, die ich unbedingt bis Sa erledigen musste und war gerade am Abarbeiten all dieser Dinge und mitten in einem Einkaufszentrum, als mein Handy mit einem Vibrieren „Valentin ist live “ vermeldete. Eijeijei wie geil, die Tour sah länger aus, sollte ich auch machen! Ich erstmal in regelmässigen Abständen alle Buttons gedrückt die gingen (der Migros hatte Spass) und beschlossen, ok es ist erst 17 Uhr, das mach ich heute auch noch! Zwar hab ich wieder nicht hingekriegt auch live zu sein beim Laufen (keine Ahnung wie das geht ) aber ich hab (Valentin war ja noch unterwegs), bereits laufend fröhlich weiter gehupt und Laola-Wellen rausgeschickt. Diesmal mit dem Tempo so bei 6:20min und insgesamt 16km. Danach war ich sehr glücklich, am Donnerstag doch noch etwas gemacht zu haben und fühlte mich einfach gut. Mit dem Bewusstsein, dass das der letzte Sport der Woche ist, hab ich am Fr abends dann noch 25min Krafttraining absolviert und festgestellt, dass mir der Seitstütz sehr schwer fällt. Es folgte ein unglaublich arbeitssamer Samstag (9h Kinderschminken im Zoo Zürich und danach den Ballonverkauf abräumen) gefolgt von einem privaten Auftrag am So nach dem ich einfach ins Bett fiel und mich irgendwie gar nicht mehr regeneriert fühlte…
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich diese Woche gern mehr Alternativsport gemacht hätte, aber das neben dem normalen Alltagswahnsinn irgendwie untergegangen ist. Insgesamt bin ich mit dem, was ich gemacht habe aber zufrieden und hab das Gefühl, alles ist im grünen Bereich und ich bin regeneriert genug um neue Herausforderungen anzunehmen.


Rückblick Trainingswoche 2 für den 100km-Lauf von Biel, 11. – 17.09.2017

Die Woche begann für mich mit dem festen Vorsatz, in Vorbereitung auf den Greifenseelauf am Sa Anfang Woche über 20km zu laufen und zugleich mit der Einsicht, dass der geplante 15km Nüchternlauf mit Zeitfokus am Mo Morgen noch nicht möglich war, da ich am Sonntag viel zu wenig gegessen hatte. Also war ich dann doch mal vernünftig und beschloss, lieber Punkte des Trainingsplans bewusst anzugehen, die ich in der letzten Woche vernachlässigt hatte: das Krafttraining und das Training in einer Alternativsportart.
Bei ersterem war ich nach einer 8min Plankingeinheit dann 10min erstmal damit beschäftigt, auf diversen Laufwebseiten Kraftübungen zu finden, die mich irgendwie forderten. Es sollte ja auch anstrengend sein. Sehr gut gefallen hat mir z. B. der tiefe Ausfallschritt nach vorn mit gesprungenem Wechsel.
Auf diese Weise absolvierte ich insgesamt 20min Kraftübungen während mein Mann schon drängelte, er hatte frei und wollte den Tag in der Aquarena Schinznach-Bad verbringen.
Das passte genau ins Programm, da man dort ja nicht nur toll in die Sauna sondern auch schwimmen gehen kann! Ja und das hab ich dann am Nachmittag auch getan: 40x 25m in 35min Brustschwimmen. Das ging ja sehr gut los! Ich freute mich schon auf die folgenden Tage und hab dann am Montagabend auch genug gegessen und den Wecker auf 5:30 Uhr gestellt für den geplanten 15km Nüchternlauf, den ich passend zur Leistungswoche so schnell wie möglich also am Di absolvieren wollte.
Mit der am nächsten Morgen im Dunkeln bei 14 Grad und Nieselregen erreichten durchschnittlichen Pace von 5.34 war ich dann auch voll und ganz zufrieden. Ich fand nach den ersten schnellen Kilometern ein Tempo, bei dem der Puls ruhig blieb und hatte am Ende noch Reserven für einen Schluss-Spurt.
Das Lauftraining setzte ich dann am Mittwochmorgen fort mit einem 9km Nüchternlauf und war so schnell wie nie auf dieser Strecke (durchschnittliche Pace 5.24). Den Rest der Woche wollte ich bis zum Halbmarathon nun kürzer treten.
Ich wurde dann anderweitig aktiv und bastelte am Mi inspiriert von einem Foto vom Valentin eine Blackroll nach (aus einem runden Stück Holz aus dem Baumarkt, das ich erst gründlich sauber gemacht und dann am nächsten Morgen mit Klebeband umwickelt hab). War ja klar, dass der Donnerstag dann im Zeichen des Blackroll-Trainings stand. Insgesamt absolvierte ich 35min Krafttraining (Planking/ Übungen mit der Blackroll/ Karatefusstritte) kombiniert mit Massage-Übungen.
Freitag kam mir dann nach einer 20min Krafteinheit am Morgen nachmittags in den Sinn, dass Inline-Skaten vermutlich auch ein tolles alternatives Training wär und ich hab auf dem Dachboden tatsächlich meine Skates samt Schonerset gefunden und bin nach 18 Jahren erstmals und noch sehr unsicher wieder damit gefahren (auf 1km ebenem Asphaltweg an der Aare immer hin und her, insgesamt 6km und 40min).
Von Montag bis Freitag hatte ich also geschafft, 24km recht flott zu rennen plus 75min Kraftübungen verteilt auf 3 Übungseinheiten plus 2 Einheiten in alternativen Sportarten. Ich hatte das Gefühl, Leistung gebracht zu haben, war aber auch ausgeruht genug für den Greifenseelauf am Samstag.
Der wurde für mich mit einer Zeit von 1h 57min und einer durchschnittlichen Pace von 5.32 ein voller Erfolg und am Sonntag hab ich dann Leistungswoche hin oder her nur noch meine Beine hochgelegt und mich nach den 45 Laufkilometern dieser verrückten Woche ausgeruht.
Womit ich noch sehr hadere ist, dass Valentin der Meinung ist, man müsste trainieren, langsam zu sein. Also so richtig langsam. Ich hab gerade mal mit Laufsport angefangen und war noch nie wirklich schnell und deshalb und wegen dem Halbmarathon hab ich den Focus bei der Leistung diese Woche auf die Schnelligkeit auf längeren Strecken gelegt bei möglichst ruhigen Puls und mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.


Rückblick Trainingswoche 1 für den 100km-Lauf von Biel, 10.09.2017

Ich möchte auch in Biel die 100km laufen und habe das grosse Glück, jemanden zu kennen, der einen guten Plan dafür hat und hab mich da jetzt voll motiviert mit eingeklingt.
In Aufbauwoche 1 standen 20km locker laufen, eine Einheit in einer Alternativsportart und mindestens 2 Einheiten Krafttraining auf dem Plan. Da ich eine anstrengende Woche ohne viel Zeitfenster fürs Laufen vor mir hatte und mich aber auch für den Greifenseelauf (Halbmarathon) vorbereiten wollte, begann ich das Pensum Di 5 Uhr mit einem lockeren 15 km Nüchternlauf (das erste Mal mit Stirnlampe), was sehr gut funktioniert hat. Ich hatte am Ende noch Energie und konnte das Tempo steigern. Ein toller Start in den Tag. Mittwochmorgen hab ich dann knapp 10min Kraftübungen gemacht (Planking) was recht gut funktioniert hat. Das sollte ein Einstieg sein und ich nahm mir vor, die nächsten Tage dranzubleiben.
Der Donnerstag begann dann aber 6 Uhr früh mit heissem Kopf und Kopfschmerzen und der Angst krank zu werden, was wegen 2 Aufträgen und einem wichtigen Anlass einfach nicht ging. Damit mein Körper nicht vollständig in den krank-Modus wechselte, bin ich dann (wieder nüchtern) 8km gerannt, 4 km relativ zügig (Pace 5:26), dann nach kurzer Pause 4 km locker zurück. Das hat erstmal geholfen, mir gings gleich viel besser! Trotzdem hab ich am Donnerstag und Freitag nur Dank Paracetamol Leistung bringen können, an Krafttraining war nicht zu denken. Sa und So war ich wieder gesund aber es blieb kein Zeitfenster für Krafttraining oder Velofahren.
Fazit: ich bin in Woche 1 zwar mehr als 20km gelaufen aber alles andere kam leider zu kurz.